Jahresrückblick 2004

Januar

OB-Neujahrsempfang: OB Helmut Schröer setzt sich in seiner traditionellen Neujahrsrede für die Beibehaltung einer eigenständigen Kommunalverwaltung ein, deren wichtigstes Ziel - auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen - die regionale Kompetenz und Entscheidungsbefugnis in der Daseinsvorsorge sein müsse. Schröer wünscht sich eine Politik, die sich als „Vorsorge der Gegenwart für die Zukunft versteht“ und nicht einem Aktionismus entspringt, der nur dem Augenblick dient. Im Hinblick auf die im April beginnende Landesgartenschau ruft Schröer alle Trierer dazu auf, gute Gastgeber zu sein. (4. Januar)

Spitzenwerte für Einkaufsstadt: Eine unabhängige Studie bewertet den Trierer Einzelhandel überdurchschnittlich gut. Die Stadt hat danach ein außerordentlich gutes Verhältnis von Einzelhandelsumsätzen und Kaufkraftpotenzial. Diese als „Zentralität“ bezeichnete Kennziffer beläuft sich in Trier auf 216, während der Durchschnittswert vergleichbarer Städte bei 140 liegt. Im Bereich Bekleidung/Wäsche beträgt die Kennziffer sogar 540! Das Einzugsgebiet der Stadt umfasst rund 770.000 Einwohner. (14. Januar)

Neue Kultur-Dachmarke: Als sichtbares Zeichen für ein neues Gemeinschaftsgefühl der Trierer Kulturschaffenden präsentiert Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink eine neue „Kultur-Dachmarke“. Das von der Medienfabrik und dem städtischen Kulturbüro entworfene Logo möchte mit dem Slogan „antike.aktuell“ Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des kulturellen Angebots in Trier versinnbildlichen. Die Initiatoren hoffen, mit der Bündelung der Aktivitäten Triers Kulturangebot über die Stadtgrenzen hinaus noch besser bekannt machen zu können. (15. Januar)

Erster Wintereinbruch: Der Winterdienst der Stadtreinigung bewältigt den ersten größeren Wintereinbruch im neuen Jahr mit Bravour. Rund 150 Mitarbeiter mit 19 Fahrzeugen sorgen dafür, dass die Autofahrer am Montagmorgen ohne schwerwiegende Behinderungen zur Arbeit kommen. (19. Januar)

Trier bei Kulturhauptstadt dabei: Luxemburg wird 2007 europäische Kulturhauptstadt und Trier wird gemeinsam mit den im Städtenetz QuattroPole zusammengeschlossenen Kommunen einzelne Veranstaltungen beisteuern. Entsprechende Vereinbarungen traf der Lenkungsausschuss bei einer Sitzung in Trier (21. Januar)

Zustand der Trierer Schulen: Erstmals weist eine detaillierte Bestandsaufnahme Mängel und Unzulänglichkeiten an allen Trierer Schulgebäuden auf. Für 43 Schulen mit über 50 Gebäuden hat die Stadt zu sorgen. Ihr Wiederbeschaffungswert wird auf 372 Millionen Euro taxiert, doch für die Unterhaltung fehlt es an allen Ecken und Enden: 25 Millionen Euro wurden in den zurückliegenden zehn Jahren zur Sanierung von Triers Schulen investiert. Weitere 30 Millionen Euro wären erforderlich, um einen optimalen Zustand zu erzielen. (29. Januar)

City-Campingplatz:Das Amt für Wirtschaftsförderung hat ein neues Konzept für den City-Campingplatz Trier entwickelt. Die neuen Pächter können Teile des Ausstellerparkplatzes in Zukunft als Stellfläche für Reisemobile vermarkten. (29. Januar)



Februar

Stadtgründer Augustus (Dieter Hechler) im Gespräch mit seinem
Stadtgründer Augustus (Dieter Hechler) im Gespräch mit seinem "Nachfolger" 2020 Jahre später.

Neuer Stadtwerke-Chef: Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Trier hat Dr. Olaf Hornfeck zum neuen Geschäftsführer der Stadtwerke gewählt. Der 39-jährige folgt Martin Cirener, der zu den Stadtwerken Krefeld wechselt. (2.Februar)

Private Streifen für die City: Um dem Sicherheitsbedürfnis von Bürgern und Touristen besser zu entsprechen, wird das Rathaus bei der Überwachung der Innenstadt einen privaten Sicherheitsdienst einsetzen, der allerdings keine polizeilichen Befugnisse hat. Der Stadtrat beschließt eine entsprechende Vorlage von Ordnungsdezernentin Christiane Horsch. Das Projekt ist vorerst auf ein Jahr befristet. (3. Februar)

Trier „2020 + mehr“: Startschuss zur großen Geburtstagsaktion „2020 und mehr“: Stadtgründer Augustus im Gespräch mit seinem „Nachfolger“ Oberbürgermeister Helmut Schröer. Mit den Jubiläumsfeierlichkeiten unterstreicht Trier eindrucksvoll und medienwirksam den alleinigen Anspruch auf den Titel „Älteste Stadt Deutschlands“. (12. Februar)

Neues Gestaltungskonzept: Der Stadtrat verabschiedet eine neue Sondernutzungssatzung. Darin wird geregelt, wie öffentliche Flächen in der Stadt zukünftig genutzt werden. Baudezernent Peter Dietze erhofft sich davon eine nachhaltige Verbesserung des Erscheinungsbildes der City, das in der Vergangenheit oft durch Wildwuchs bei Werbetafeln und Geschäftsauslagen geprägt war. (26. Februar)

Mokkatassen für's Schloss: Der Förderverein Schloss Monaise setzt seine erfolgreiche Serie von Tassen-Repliken der Trierer Porzellanmanufaktur fort. Der Erlös fließt in den Erhalt des Schlosses. (28. Februar)



März

Der nach langer Planung neu gestaltete Kornmarkt.
Der nach langer Planung neu gestaltete Kornmarkt.

Vier Jahre QuattroPole: Die Städte Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier haben sich im Februar 2000 zu einem Städtenetz zusammengeschlossen, um gemeinsam Fragen der kommunalen Zukunftsgestaltung zu beraten und mit konkreten Projekten einen Beitrag zur Stärkung der Großregion zu leisten. Bei der Jubiläumsfeier in Metz macht OB Schröer deutlich: „QuattroPole ist die Zukunft“. (4. März)

Abschied von Paul Kreutzer: Der langjährige Trierer Bürgermeister Paul Kreutzer (10.9. 1927 - 2.3.2004) wird unter großer Anteilnahme der Trierer Bevölkerung auf dem Mattheiser Friedhof beigesetzt. Von 1959 bis 1987 war Kreutzer Sozial-, Jugend- und Sportdezernent. (5. März)

Dreck-Weg-Tag: Rund 600 Freiwillige, darunter viele Schulklassen, säubern beim landesweiten „Dreck-Weg-Tag“ die Trierer City. Bilanz: Rund 50 Kubikmeter Müll, das entspricht etwa einem Gewicht von 15 Tonnen. (6. März)

Hervorragende Tourismusbilanz: 2003 war das bisher beste Fremdenverkehrsjahr für Trier. Mit insgesamt 665837 Übernachtungen wird das Rekordergebnis des vorigen Jahres noch einmal um vier Prozent überboten. Nach der Bilanz der Tourist-Information Trier sind die Chinesen hinter den Niederländern die inzwischen größte ausländische Touristengruppe. (10. März)

Ältestes römisches Lager: Bereits 30 vor Christus stand auf dem Petrisberg ein großes befestigtes römisches Militärlager. Grabungsfunde beweisen, dass in Trier schon 14 Jahre vor der Stadtgründung das älteste bisher gefundene Militärlager in Nordwesteuropa stand. (12. März)

Einweihung WIP-Center: Das futuristische Zentrum des Wissenschaftsparks auf dem Petrisberg ist mit modernen Tagungs- und Seminarräumen ausgestattet. (9. März)

Einweihung Kornmarkt: Was lange währt, wird endlich gut: Nach langen und umfangreichen Planungen und einer breiten Bürgerbeteiligung wird der neugestaltete Kornmarkt mit allgemein großer Zustimmung eingeweiht. (26. März)



April

Eröffnung der Landesgartenschau auf dem Petrisberg.
Eröffnung der Landesgartenschau auf dem Petrisberg.

Doppel-Haushalt verabschiedet: Der Haushalt 2004/05 weist ein Rekorddefizit von 174 Millionen Euro auf. Alle im Rat vertretenen Fraktionen stimmen darin überein, dass die Finanzmisere nicht hausgemacht, sondern aufgrund gesetzlicher Zahlungsverpflichtungen bei fehlenden Einnahmen weitgehend fremdbestimmt ist. (1. April)

Neuer Ver- und Entsorger: Der Stadtrat beschließt die Umwandlung des kommunalen Eigenbetriebs Stadtentwässerung in eine Anstalt öffentlichen Rechts ab 2005. Die Zusammenführung mit den Stadtwerken soll Wettbewerbsvorteile bringen. Gleichzeitig werden erhebliche Vorteile für die Kunden erwartet. (1. April)

Sanierung Museum Simeonstift: Mit großer Mehrheit stimmt der Rat für eine Sanierung des Städtischen Museums. Rechtzeitig zur Konstantin-Ausstellung im Jahr 2007 soll das Erweiterungsprojekt dank erheblicher Zuschüsse des Landes abgeschlossen sein. (1. April)

Turm Luxemburg fertig: Das Geschenk der Stadt Luxemburg zur Trierer Landesgartenschau, eine 25 Meter lange und 16 Meter hohe begehbare Beton-Stahlkonstruktion des Architekten Francois Valentiny, wird der Stadt offiziell übergeben. Schon vor der Eröffnung sorgt der weithin sichtbare „Turm Luxemburg“ für Gesprächsstoff. Die „gewollt“ vor sich hin rostende Konstruktion wird im Volksmund schnell als Sprungschanze oder Haifischflosse tituliert. (2. April)

Landesgartenschau eröffnet: Nach einer Rekord-Bauzeit von nur 20 Monaten mit einem Investitionsvolumen von rund 15 Millionen Euro, die sich auf die Entwicklungsgesellschaft Petrisberg (8,4 Millionen), das Land Rheinland-Pfalz (5,5 Millionen) und die Stadt Trier (1,3 Millionen) verteilen, startet die Kultur-Landesgartenschau Trier auf dem Petrisberg. Viele Besucher staunen über das völlig neue Gesicht des 44 Hektar großen Landesgartenschau-Geländes, das jahrzehntelang als militärisches Sperrgebiet für die breite Öffentlichkeit tabu war. (22. April)

Reiseführer an den Wänden: An 17 heimatkundlich bedeutsamen Fassaden, darunter der „Steipe“, dem „Dreikönigshaus“ oder der Synagoge in der Südallee, werden einheitlich gestaltete Texttafeln angebracht, die in drei Sprachen Informationen über Bedeutung und Geschichte der Gebäude vermitteln. (23. April)

Weltkulturerbe in Stadtbibliothek: Der mehr als 1000 Jahre alte „Codex Egberti“ wird offiziell in die Unesco-Liste „Memory of the World“ aufgenommen. Die Handschrift in der Trierer Stadtbibliothek gehört damit zu den berühmtesten und kostbarsten historischen Dokumenten der Welt. Der Codex, benannt nach dem Trierer Erzbischof Egbert, ist ein so genanntes „Evangelistar“: Es umfasst die einzelnen Evangelienabschnitte, wie sie im Laufe eines Kirchenjahres in der Messe vorgestellt werden. (28. April)



Mai

Bundeskanzler gerhard Schröder trägt sich in das Gästebuch der Daetz-Stiftung ein.
Bundeskanzler Gerhard Schröder trägt sich in das Gästebuch der Daetz-Stiftung ein.

Jugend-City-Guide „Sauwer“: Neuer Reiseführer, herausgegeben von der Tourist-Information Trier und dem städtischen Amt für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, der sich speziell an die Zielgruppe zwischen zwölf und 29 Jahren sowie Familien mit Kindern richtet. (5. Mai)

Arena für Kultur- und Sportfans: Mit insgesamt 175.000 Besuchern im ersten Jahr hat die neue Großraumhalle auf dem Castelforte-Gelände die Erwartungen erfüllt. Vor allem die Bundesliga-Basketballer zogen die Massen an. (10. Mai)

Neue Trierer Kulturstiftung: ADD-Präsident Dr. Josef Peter Mertes übergibt Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink die Anerkennungsurkunde für die Kulturstiftung der Stadt Trier. Sie soll helfen, das einzigartige kulturhistorische Erbe der Stadt zu bewahren. (12. Mai)

Bundeskanzler Schröder besucht Trier: Anlässlich der 60. Jahrestagung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen (12.-14. Mai) trägt sich Bundeskanzler Gerhard Schröder in das Gästebuch der Daetz-Stiftung ein. (12. Mai)

Ehrensiegel für H.-J. Jänschke: Der amtierende Präsident der Handwerkskammer Trier wird mit dem Ehrensiegel der Stadt Trier ausgezeichnet. Gewürdigt wird das über 45-jährige Engagement des Konditormeisters vor allem in Fragen der Ausbildung und Qualifizierung des beruflichen Nachwuchses. (18. Mai)



Juni

Claus niebelschütz, Chef des Bundesvermögensamtes in Trier, und Wirtschaftsdezernentin Christiane Horsch eröffnen den
Claus Niebelschütz, Chef des Bundesvermögensamtes in Trier, und Wirtschaftsdezernentin Christiane Horsch eröffnen den "Pi-Park".

Pi-Park eröffnet: Die Umwandlung des Pionier-Parks, eines acht Hektar großen Kasernengeländes in ein Gewerbegebiet, ist abgeschlossen. Er ist das Ergebnis einer neuartigen Kooperation zwischen Stadt und Bundesvermögensamt. Claus Niebelschütz, Chef des Bundesvermögensamtes, und Wirtschaftsdezernentin Christiane Horsch eröffnen den „Pi-Park“.

Tanzfest auf der Römerbrücke: Spektakuläre Geburtstagsfete im Rahmen des Stadtjubiläums „Trier 2020 + mehr“. Das erste Salsa-Tanzfest auf der Römerbrücke lockt Tausende auf die älteste noch heute genutzte Brücke nördlich der Alpen. (5. Juni)

Ausstellungseröffnung: „Unter der Trikolore“: Mit rund 300 Exponaten wird im Städtischen Museum Simeonstift die Ausstellung „Unter der Trikolore“ eröffnet. Als Folge der französischen Revolution gehörte Trier von 1794 bis 1814 zu Frankreich. Diese Epoche der Stadtgeschichte wird nach über vierjähriger Vorbereitungszeit in einer äußerst plastischen Darstellung aufbereitet. Gezeigt werden neben Zinnfiguren-Dioramen auch viele Originale aus der Epoche. (6. Juni)

Weinkulturpfad am Petrisberg: Vieles über den Weinbau aus über 2000 Jahren will der neue Weinkulturpfad vermitteln. Er führt von der Sickingenstraße rund 1500 Meter durch mehrere bekannte Trierer Weinlagen bis ins Trierer „Weindorf“ Olewig. (8. Juni)

Stadtrat wird gewählt: Bei den Stadtratswahlen am 13. Juni verlieren die beiden großen Parteien auf unterschiedlichem Niveau, während die kleineren zum Teil erhebliche Gewinne verzeichnen. Am meisten legt Bündnis 90/Die Grünen zu (plus 6,8 Prozent), gefolgt von der Unabhängigen Bürgervertretung Maximini (plus 2,8 Prozent). Der FDP gelingt mit 4,6 Prozent und drei Sitzen nach zehnjähriger Abwesenheit der Wiedereinzug in den Rat.

Jubiläumsbier „Trier 2020“: Würzig, braun, untergärig: Das speziell zur Jubiläumsfeier der Stadt von der Hausbrauerei Kraft in Olewig kreierte Bier zeigt auf den Ein-Liter-Flaschen mit Bügelverschluss je einen der neun Kandidaten für die Wahl zum „größten Trierer“ aus 2020 Jahren. (22. Juni)

Antikenfestspiele starten: Die siebten Antikenfestspiele in den Ruinen der Kaiserthermen starten mit Antigonae. Zum letzten Mal fungiert Heinz Lukas-Kindermann als künstlerischer Leiter. (24. Juni)

Ortsvorsteher-Stichwahl : Aus den Stichwahlen zum Ortsvorsteher in fünf Trierer Stadtteilen gehen je zwei SPD- und UBM-Kandidaten sowie ein Vertreter der CDU als Sieger hervor. Die Wahlbeteiligung lag in den einzelnen Stadtteilen nur zwischen 11,9 und 25,2 Prozent. Insgesamt stellt die CDU zwölf, die UBM vier, die SPD zwei und die FDP einen Ortsvorsteher. (27. Juni)



Juli

Aufführung der Operette
Aufführung der Operette "Die Schöne Helena" in den Kaiserthermen.

Gelungene Restaurierung: Die Medard-Kapelle in Trier-Süd erstrahlt in neuem Glanz. Marodes Gebälk im Glockenturm und undichte Dachrinnen machten eine Erneuerung notwendig. Finanziert wird die Restaurierung vom Ortsbeirat und der Trier-Gesellschaft. (1. Juli)

Schöne Helena feiert Premiere: Die „Schöne Helena“ trotzt bei den Antikenfestspielen dem Tief „Angelika“: Die Premiere der geistvoll-spritzigen Operette von Jacques Offenbach findet trotz frostiger Temperaturen in den Kaiserthermen statt. (2. Juli)

LGS-Pendelservice: Das befürchtete Verkehrschaos bleibt aus: Das ÖPNV-Konzept der Landesgartenschau geht auf. Jeder vierte Besucher benutzt einen der kostenlosen Shuttle-Busse aus der Stadt zum Petrisberg. (6. Juli)

Fair-Play-Tour: Nach 740 Kilometern im Sattel und viel Gegenwind und Regen erreichen 250 Teilnehmer der Fair Play-Tour d'Europe das Ziel in Trier. Mit am Start für die Welthungerhilfe: Teams der Trierer Gymnasien MPG, FWG, AVG, der Hauptschule Ehrang, Privatschule Maximin und der Europäischen Sportakademie. (10. Juli)

Zehn Jahre Kriminalprävention: In einer Plenumssitzung des Rates präsentiert der Kriminalpräventive Rat die erfolgreiche Bilanz seiner zehnjährigen Tätigkeit. (13. Juli)

Dreck-Weg-Tag: Mehr als acht Kubikmeter Müll sammeln rund 200 Schüler in zwei Stunden im südlichen Stadtgebiet. (14. Juli)

Bessere Aussichten: Der im Rahmen der Landesgartenschau neu gestaltete, vor allem von Bustouristen stark frequentierte Aussichtspunkt Sickingenstraße wird eingeweiht. (19. Juli)



August

Trübe Freibad-Bilanz: Die Freibad-Bilanz zur Halbzeit fällt in diesem „Sommer“ trübe aus: Im Vergleich zum Vorjahr wird nur ein Drittel der Besucher gezählt. (3. August)

Sport ohne Grenzen: Bereits zum siebten Mal ist Trier Gastgeberstadt des Euro-Sportjugendcamps. 50 Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren aus den Partnerstädten leben und lernen eine Woche miteinander. (18. August)

Rallye-Weltmeisterschaft: Nicht mit Champagner, sondern - wie es sich für eine Weinstadt gehört - mit spritzigem Winzersekt, feiern die erfolgreichen Fahrer ihre Platzierung beim zehnten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft vor der Porta. Ein Gewinner des Sportspektakels steht schon vor dem Rennen fest: Das weltweit ausgestrahlte Rennen rückt die Stadt werbegerecht in die Medien. (19. August)

Renovierungsstau abgebaut: In den Sommerferien laufen an vielen Trierer Schulen weitere Sanierungsarbeiten. Seit Herbst wurden insgesamt 3,5 Millionen Euro investiert. Vor dem Start der Ganztagsbetreuung im Friedrich-Spee-Gymnasium wurden beispielsweise 140.000 Euro in Küche und Speiseraum investiert. (22. August)

„Trier-Nachtaktiv“: Erlebnishungrige und Nachtschwärmer machen Triers Innenstadt zum zweiten Mal zur Party- und Einkaufsmeile. Das von der City-Initiative gestartete nächtliche Shopping- Erlebnis boomt. (29. August)



September

Der luxemburgische Großherzog Henri besucht mit seiner Gattin Maria Teresa ganz
Der luxemburgische Großherzog Henri besucht mit seiner Gattin Maria Teresa ganz "privat" den Petrisberg.

Konstituierende Stadtratssitzung: Der 14. Trierer Nachkriegs-Stadtrat kommt zu seiner konstituierenden Sitzung im Großen Ratssaal zusammen. 17 Kandidatinnen und Kandidaten haben bei der Wahl im Juni erstmals ein Mandat erhalten. Zusammen mit den 35 im Amt verbliebenen Mitgliedern werden sie von OB Schröer für die nächsten fünf Jahre verpflichtet.

Museumsbau: neue Funde: Bei Voruntersuchungen für den geplanten Museumsneubau auf dem Simeonstiftplatz werden bei zwei Sondierungsgrabungen entlang der heute noch sichtbaren mittelalterlichen Stadtmauer in rund zwei Meter Tiefe gut erhaltene Fundamente der römischen Stadtmauer entdeckt. Die Funde sollen nach Möglichkeit erhalten werden. (1. September)

Ehrung verdienter Ratsmitglieder: Als Dank und Anerkennung für ihr kommunalpolitisches Engagement verleiht OB Schröer vier ausgeschiedenen Ratsmitgliedern, die jeweils drei Ratsperioden dem Stadtparlament angehört haben, den Ehrenring der Stadt Trier. Ausgezeichnet werden: Dr. Christoph Böhr (20 Jahre), Dorette Klopp (15 Jahre), Helmut Kress (40 Jahre) und Hans Schmitz (19 Jahre). (2. September)

Neuer Pächter für MA: Die Moselland-Ausstellung wird ab 2005 von der Firma Pro Consult Messen veranstaltet. Seit den Anfängen in den 60er Jahren war die MA untrennbar mit der Firma Schwab verbunden. Die Nachfolgegesellschaft plant die nächste Ausstellung für den September 2005. (14. September)

Lesesaal fertig gestellt: Nach acht Monaten Bauzeit wird der renovierte Lesesaal der Stadtbibliothek eingeweiht. Er verfügt jetzt über eine Klimaanlage, moderne Einzelarbeitsplätze und einen Lichtschutz. Bisher sind in die Sanierung der Bibliothek in der Weberbach 3,3 Millionen Euro geflossen. (21. September)

Großherzog Henri besucht LGS: Ein protokollarischer Höhepunkt der Landesgartenschau: Der luxemburgische Großherzog Henri besucht mit seiner Gattin Maria Teresa ganz „privat“ den Petrisberg. Als Gastgeber fungieren Triers Oberbürgermeister Helmut Schröer und der Bürgermeister von Luxemburg-Stadt, Paul Helminger. (24. September)



Oktober

Tourismusboom dank LGS: Rekord-Halbjahresbilanz: Dank der Landesgartenschau sind in Trier Hotelbetten eine rare Ware. Im Vergleich zum Rekord-Vorjahr verzeichnet die Tourist-Information Trier eine Steigerungsrate von 15,6 Prozent bei den Übernachtungen. Der Anteil der ausländischen Gäste ist auf fast 29 Prozent gestiegen. (1. Oktober)

Villa wird Kita: Nach nur knapp 11 Monaten Bauzeit wird die neue Kindertagesstätte auf der Weismark eingeweiht. Die frühere französische Offiziersvilla beherbergt jetzt neben drei Kindergartengruppen auch ein Familienzentrum. (1. Oktober)

Bahnfahrer parken billiger: Im Parkhaus Ostallee können BahnCard-Besitzer ihren Wagen für eine Tagesgebühr von fünf Euro abstellen. Die Kooperation zwischen den Stadtwerken und der DB AG soll den Zugang zur Bahn erleichtern und die Parkplatzprobleme um den Hauptbahnhof entschärfen. (4. Oktober)

Bürgerhaus komplett neu: Nach zweijähriger, rund vier Millionen Euro teurer Sanierung, wird das Bürgerhaus Trier-Nord wieder eröffnet. Seit mehr als 20 Jahren steht die Einrichtung für die beispielhaften Anstrengungen, Benachteiligte im Sinne des Prinzips „Fördern und Fordern“ mehr Freiheit zu ermöglichen. (8. Oktober)

Theaterfest zur neuen Spielzeit: Der neue Theaterintendant Gerhard Weber und sein Team stimmen die Zuschauer mit einem grandiosen Fest auf die Saison ein. (9. Oktober)

Verstehen Sie Spaß?: Frank Elstners Samstagabendshow ist die erste große Live-Fernsehübertragung aus der Arena. Die neue Großraumhalle erweist sich als absolut fernsehtauglich, rund viereinhalb Millionen Zuschauer sehen zu. Der SWR kündigt weitere Fernseh-Events aus Trier an. (23. Oktober)

Finale Landesgartenschau: Furioses Finale auf dem Petrisberg: Am 24. Oktober endete nach 186 Tagen die Landesgartenschau Trier. Baudezernent Peter Dietze, LGS-Geschäftsführer Matthias Schmauder, Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage, Oberbürgermeister Helmut Schröer und LGS-Geschäftsführer Roman Schleimer schließen für immer das Eingangstor. Insgesamt passierten 723.289 zahlende Besucher die Kassenhäuschen.


November

Zum größten Trierer gewählt: Karl Marx.
Zum größten Trierer gewählt: Karl Marx.

Seniorenwegweiser: „Generationen im Gespräch“ heißt der neu herausgegebene Trierer Seniorenwegweiser, der auf 70 Seiten viele Adressen, Ansprechpartner und Tipps auflistet, wie auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben geführt werden kann. (3. November)

Rekord bei Stadtführungen: Trier verzeichnet einen weiteren touristischen Rekord: Bis Ende Oktober wurden 9296 Stadtführungen bei der TIT gebucht. Die Steigerung von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr ist zum Teil auf die Landesgartenschau zurückzuführen. Und der Service wird immer umfangreicher und spezieller: gebucht werden kann auch eine Führung in lateinischer Sprache! (5. November)

Investitionen ins historische Erbe: Rund sechs Millionen Euro wird das Land Rheinland-Pfalz in die Kaiser-Thermen investieren. Bis 2006 wird nach dem Entwurf des bekannten Architekten Oswald Ungers ein Eingangsgebäude errichtet. Insgesamt sollen die historischen Bauwerke in der Zukunft aktiver genutzt werden. (11. November)

Neues Make-up für Petrusbrunnen: Rund 20 Jahre nach der letzten Sanierung lässt die Stadt den im Jahr 1594 geschaffenen Petrusbrunnen wieder restaurieren. Nach einer ersten Bestandsaufnahme wird der Brunnen auf dem Hauptmarkt im nächsten Frühjahr gereinigt und neu farblich gefasst. (12. November)

„Trier 2020 und mehr“: 2020 Jahre Stadt Trier - das Abschlussfestival ist nach dem Salsafest auf der Römerbrücke, dem Trier-Quiz auf der LGS und der Wahl zum größten Trierer der spektakuläre Höhepunkt der Geburtstagsfeierlichkeiten. An 24 teilweise außergewöhnlichen „Locations“ wird Außergewöhnliches geboten. Die Bandbreite reicht von Rock, Pop, Jazz über Klassik, Kunst, Comedy, Kabarett und Tanz bis hin zu kulinarischen Genüssen. (19. November)

Karl Marx wird „größter Trierer“: Jetzt ist es amtlich: Karl Marx ist der „größte“ Trierer. Der 1818 in Trier geborene Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus gewann die vom Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des Stadtjubiläums „Trier 2020 und mehr“ veranstaltete Wahl mit großem Vorsprung vor den römischen Kaisern Augustus und Konstantin.

Kaiser Konstantin kommt: Der Stadtrat stimmt mit großer Mehrheit der finanziellen Beteiligung der Stadt in Höhe von 1,1 Millionen Euro an der Landsausstellung „Kaiser Konstantin der Große“ zu. Damit kommt 2007 nach der Landesgartenschau die nächste Großveranstaltung nach Trier. (25. November)

Dezember

City-Streife im Dienst: Neu im Trierer Stadtbild: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Trierer Wachdienstes TWD streifen im Auftrag des Rathauses durch die Stadt. Ihre Aufgabe: Präsenz zeigen und dadurch Straftaten verhindern, als Ansprechpartner für Bürger und Touristen fungieren, Hilfe anbieten und den Sicherheitsbehörden Störungen der öffentlichen Ordnung melden. Die neuen City-Streifen werden als Ergänzung, nicht als Stärkung des bisherigen Angebotes von Polizei und Kommunalem Vollzugsdienst gesehen. (3. Dezember)

Positive LGS-Bilanz: Obwohl die Besucherzahl aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse hinter den Erwartungen zurückblieb und das Defizit von 2,9 Millionen Euro nicht eingeplant ist, werten Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage, OB Helmut Schröer und Baudezernent Peter Dietze die rheinland-pfälzische Gartenschau 2004 in Trier unisono als einen großen Erfolg. OB Schröer vergleicht das Projekt LGS mit einem „Wirtschaftsmotor, der in den kommenden Jahren auf hohen Touren laufen“ werde. Das Prinzip der Nachhaltigkeit, das bei der Großveranstaltung im Mittelpunkt stand, zahlt sich aus. Insgesamt werden bis 2010 auf dem Petrisberg private und öffentliche Investitionen in Höhe von 300 Millionen Euro erwartet. (7. Dezember)

„Hartz IV“ kommt: Als letzten vorbereitenden Schritt für die neue Arbeitsgemeinschaft, die ab 1. Januar 2005 das „Hartz IV“-Gesetz in Trier umsetzt, haben Bürgermeister Georg Bernarding und Hans Dieter Kaeswurm, Leiter der Trierer Agentur für Arbeit, den Gründungsvertrag unterzeichnet. Die ARGE hat 50 Mitarbeiter, die zum Teil vom Sozialamt in die Einrichtung in der Dasbachstraße wechseln werden. (13. Dezember)

Fit für die Zukunft: Die Umwandlung des Eigenbetriebes Stadtentwässerung in eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR), die dann von der Stadt deren Anteile an den Stadtwerken erwirbt, ist abgeschlossen. Die in dieser Art einmalige Ausgründung in Rheinland-Pfalz bringt erhebliche Vorteile für Stadt und Kunden. (15. Dezember)