Jahresrückblick 2005

Januar

OB-Neujahrsempfang: OB Helmut Schröer betont in seiner Neujahrsrede die herausragende Bedeutung der europäischen Komponente für die weitere Entwicklung der Stadt. Vor allem auch die immer enger werdende Verknüpfung mit Luxemburg in vielen Bereichen biete Trier hervorragende Chancen. Es gebe keinen Grund kleinmütig zu sein: Trier sei eine Stadt mit einem leistungsorientierten Lebensrhythmus und einer hohen Lebensqualität. Kommunalpolitisches Ziel mit höchster Priorität bleibe die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Im Wettbewerb der Städte komme dem weichen Standortfaktor Kultur große Bedeutung zu. Mit der Konstantinausstellung 2007 und der im Frühjahr beginnenden Präsentation des zum Weltdokumentenerbe gehörenden „Codex Egberti“ könne Trier punkten. (9. Januar)

Trauer um Großherzogin: Als Zeichen der Verbundenheit mit dem luxemburgischen Hof wehen vor dem Trierer Rathaus die Flaggen auf Halbmast. Der Tod der 77-jährigen früheren Luxemburger Landesmutter Großherzogin Joséphine-Charlotte löst auch in Trier Trauer und Betroffenheit aus. (10. Januar)

Rekord bei Gästeführungen: Mit über 10.000 Gästeführungen im Jahr 2004 erreicht die Stadt Trier  mit Abstand das beste Ergebnis im Vergleich zu ähnlich großen Städten. Wirtschaftsdezernentin Christiane Horsch dankt den 107 Gästeführern für dieses beeindruckende Rekordergebnis. Die Besucher können bei der Tourist-Information Trier Führungen in 16 Sprachen buchen. (11. Januar)

1100 Medien pro Tag: Ein weiterer Rekord: Mit exakt 320981 Entleihungen, davon 32.000 im Bücherbus, hat die Stadtbibliothek im zurückliegenden Jahr ihr bestes Ergebnis seit der Neueröffnung im Palais Walderdorff im Jahr 2000 erzielt. Der zehnfache und damit größte Umsatz wurde mit den knapp 5000 Tonträgern (CDs und MCs) erreicht. Sie wurden mehr als 50.000 Mal entliehen. (18. Januar)

Gegen den Trend: Die Stadt Trier will dem Trend trotzen und hat sich zum Ziel gesetzt, im Jahr 2020 über 100.000 Einwohner mit einer ausgewogenen Alters- und Erwerbsstruktur zu haben. Ein umfassendes Zukunftskonzept soll das Oberzentrum mit seinen spezifischen Attraktivitäten befähigen, die rückläufigen Bevölkerungstendenzen aufzufangen. Ein mit hochkarätigen Fachleuten besetzter Workshop sieht in der Kooperation mit Luxemburg große Wachstumschancen. (21. Januar)

Februar

Felsabsturz: Über 700 Kubikmeter Fels stürzen am Morgen des 18. Februar im Stadtteil Pallien unvermittelt in die Tiefe. Der Buntsandstein begräbt unterhalb der Kabinenbahn zwei Garagen unter sich. Personen werden nicht verletzt.

Klasse statt Masse: Das vom Rat einstimmig verabschiedete neue Einzelhandelskonzept will die gute Position des hiesigen Handels festigen, ausbauen und nicht gewollte Entwicklungen verhindern. 21 Zielvorgaben und ein entsprechender Maßnahmenkatalog sollen die positive Entwicklung im Rahmen eines gezielten und verträglichen Stadtmarketings gewährleisten. (1. Februar)

Sportunterricht auf Stelzen: Spatenstich für die neue Mehrzweckhalle, die auf Stützen im Hof zwischen den beiden Gymnasien MPG und AVG errichtet wird. Der rund drei Millionen Euro teure Bau wird zum Schuljahr 2006/2007 fertig sein. (11. Februar)

Stolpersteine gegen das Vergessen: Der Kölner Künstler Gunter Demnig lässt in Trier die ersten fünf „Stolpersteine“ in das Pflaster der Domänenstraße ein. Das Mahnmal der besonderen Art soll an die jüdischen Bürger erinnern, die hier lebten und in NS-Vernichtungslagern ums Leben kamen. Weitere Steine sollen folgen. (12. Februar)

So weit die Füße tragen: Die Solo-Wanderung des SWT-Mitarbeiters Herbert Seimetz über 900 Kilometer durchs winterliche Lappland bringt 20000 Euro für Kinder, die an der unheilbaren Fanconi-Anämie leiden. Proviant und Ausrüstung – anfangs mehr als 90 Kilogramm – zog Seimetz in einem Schlitten hinter sich her. (17. Februar)

März

 60 Jahre Kriegsende in Trier: Mit einer bewegenden Gedenkveranstaltung in der Aula des Angela-Merici-Gymnasiums erinnert die Stadt an den 2. März 1945. Vor 60 Jahren ging mit dem Einmarsch amerikanischer Truppen in Trier der Zweite Weltkrieg zu Ende. Das städtische Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zeigt die jüngste Geschichte Triers und den Weg zur europäischen Ausrichtung der Stadt beispielhaft anhand von Zeitfenstern auf. (2. März)

Climate-Star: Die Stadt Trier wird als Initiatorin der „Energietouren“ im Städtenetz QuattroPole mit dem Climate-Star des europäischen Klima-Bündnisses ausgezeichnet. Das Informations- und Exkursionsangebot für Architekten, Handwerker und Bauherren wurde im Rathaus bereits 1999 entwickelt und im vergangenen Jahr auch mit Partnern in Metz, Luxemburg und Saarbrücken erfolgreich angeboten. Insgesamt werden 22 Städte aus 17 europäischen Ländern mit dem Climate-Star geehrt. Beworben hatten sich mehr als 200 Kommunen. (3. März)

Glanzvolle Wiedereröffnung des Petrisberges: Am Ostersamstag übergibt OB Helmut Schröer einen großen Teil des ehemaligen LGS-Geländes wieder der Öffentlichkeit. (26. März)


April

 Trierer Hilfe: Auf Initiative des Trierer Vereins „Nestwärme“ bauen die Stadt Trier und das Land Rheinland-Pfalz zusammen mit dem Verein ein Heim für behinderte Mädchen in Sri Lanka wieder auf. OB Schröer ruft zu einer Spendenaktion auf, um in dem durch die Flutwelle völlig zerstörten Dorf an der Westküste schnell, unbürokratisch und nachhaltig zu helfen. (5. April)

Nells Park neu: Der Eingangsbereich des Nells Park am Verteilerkreis wird komplett umgestaltet. Das unansehnliche Eingangsgebäude wird abgerissen und macht Platz für zwei große Musterbeete mit Rosen, die im vergangenen Jahr noch auf der Landesgartenschau zu bewundern waren. (12. April)

Fischen im Trüben: Die Tauchstaffel der Berufsfeuerwehr sucht im Auftrag der deutschen Post AG im Wolfskaulweiher nach  verschwundenen Postsendungen. Neun Taucher sind im Einsatz und finden Reste entwendeter Briefsendungen. (12. April)

Erfolgsgeschichte Konversion: Gesamtinvestitionen von 300 Millionen Euro, mehr als 830 neue Arbeitsplätze: Die Stadt hat den Rückzug des französischen Militärs als Chance begriffen und zusammen mit privaten und öffentlichen Partnern die freiwerdenden Flächen nach stadtentwicklungspolitischen Zielen neu überplant. Alle Fraktionen loben den im Rat vorgestellten Konversionsbericht 2005 und beauftragen die Verwaltung, weiter kontinuierlich zu informieren. (21. April)

Ausstellung Egbert Codex: Zum ersten Mal werden alle 60 Miniaturen des Egbert Codex einer breiten Öffentlichkeit gezeigt. Das herausragende Werk mittelalterlicher Kunst wird in der Schatzkammer der Stadtbibliothek ausgestellt. Der Codex – eine Darstellung des Lebens Jesu nach den Evangelien in der Reihenfolge der Lesungen eines Kirchenjahres – wurde Ende des 10. Jahrhunderts für den Trierer Erzbischof Egbert angefertigt. Er ist seit 2004 in das Weltdokumentenerbe „Memory of the world“ der UNESCO aufgenommen. (26. April)

Älteste Stadt Deutschlands: Es ist schon lange amtlich und unter Fachleuten unstrittig: Trier ist die älteste Stadt Deutschlands. Und sie ist die Stadt, die die wohl spektakulärste Gründungsurkunde vorweisen kann: eine Originalscheibe aus einem Gründungspfahl der Römerbrücke. Nach der dendrochronologischen Analyse wurde der betreffende Eichenstamm im Jahr 18 oder 17 vor Christus gefällt und verbaut. (29. April)

Mai

Erster Bit-Bolzplatz: Im Rahmen ihrer bundesweiten Werbekampagne „Bolzplätze für Deutschland“ renoviert die Bitburger Brauerei mit dem Platz in Trier-Zewen das erste Sportgelände in der Heimatregion. Der neue Rasenplatz wird von den Kindern des Stadtteils sofort getestet. (2. Mai)

„Klara von Trier“ getauft: Zur Erinnerung an die Landesgartenschau tauft OB Schröer auf dem Petrisberg eine von Jochen Landers neu gezüchtete großblütige und leicht duftende Beetrose  auf den Namen „Chiara di Treveri“. (13. Mai)

40 Jahre Trierer Hafen: Auf 60 Hektar Gesamtfläche arbeiten rund 2800 Menschen: der Trierer Hafen floriert. Am 29. Mai 1965 wurde er nach einer Rekordbauzeit von nur zwei Jahren eröffnet. Heute haben sich rund 40 Unternehmen in Hafennähe angesiedelt. Die Umschlagszahlen gehen auch dank einer Kooperation mit dem luxemburgischen Hafen Mertert stetig nach oben. (25. Mai)

Kultursommer: Zehntausende Besucher feiern in Trier trotz tiefer Temperaturen und kräftiger Regenschauer die Eröffnung des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Ein spektakuläres Programm stimmt auf das diesjährige Motto „Kultur und Wissenschaft“ ein. (7. Mai)

Juni

Großherzoglicher Besuch: Hunderte von Trierern bereiten Großherzog Henri von Luxemburg und seiner Gattin einen begeisterten Empfang. Im Rahmen des Freundschaftsbesuchs besichtigt das königliche Paar neben der Konstantin-Basilika auch die Ausstellung des Egbert Codex in der Stadtbibliothek. Großherzog Henri wertet den „alltäglichen Zusammenhalt unserer Bürger und Städte in der Großregion“ als ein „klares Dementi des derzeit wieder auflebenden Europapessimismus“. (7. Juni)

Karl-Marx-Haus wieder offen: Mit einer völlig neu konzipierten Ausstellung öffnet das Karl-Marx-Haus nach einer längeren Umbauphase. Im Vorfeld der Konstantin-Ausstellung 2007 hat die Friedrich-Ebert-Stiftung rund 600.000 Euro investiert. (9. Juni)

Antikenfestspiele: Die achten Antikenfestspiele starten mit der Uraufführung der Musicalproduktion „Quo Vadis“ im Amphitheater. Rund 1000 Zuschauer und der eigens angereiste Mitkomponist Konstantin Wecker erleben im stimmungsvollen Ambiente des monumentalen Denkmals in einer dreistündigen aufwändigen Inszenierung von Festspielleiter Gerhard Weber die zeitlose Geschichte eines totalitären Systems kurz vor seinem Zusammenbruch. Die Produktion erreicht nicht die geplante 75prozentige Auslastung, die Ränge sind nur zu 45 Prozent besetzt. Folge: 110.000 Euro Verlust. Weitere Mehrkosten entstehen vor allem durch die hohen technischen Anforderungen der „Quo Vadis“-Inszenierung. (16. Juni)

Kreativer Protest: Mit Trommeln, Trillerpfeifen und Transparenten wie „Das Südbad darf nicht baden gehen“ protestieren rund 400 Demonstranten vor dem Rathaus für den Erhalt des knapp 50 Jahre alten Freibades. Eine Bürgerinitiative überreicht OB Schröer und Bürgermeister Georg Bernarding über 22.000 Unterschriften gegen die drohende Schließung. Der Rat fordert von der Verwaltung die Vorlage eines Sanierungskonzepts nach der Sommerpause. (23. Juni)

Juli

Sturmschäden im Wald: Ein Gewitter mit starken Böen hinterlässt im Stadtwald tiefe Spuren. Bäume bis 40 Zentimeter Durchmesser knicken wie Streichhölzer. Vor allem im Gebiet um den Ortsteil „Bausch“ in Ehrang wirft der Sturm auf einer Fläche von etwa zwei Hektar 1000 Festmeter Holz um. (5. Juli)

Attila erobert Opernfans: Großer Erfolg für die zweite Präsentation bei den Antikenfestspielen. Obwohl die Premiere von Giuseppe Verdis Frühwerk „Attila“ wegen des regnerischen und sehr kühlen Wetters in die Arena verlegt werden muss, schließen die  Trierer Musikfreunde die an sich unbekannte Oper in ihr Herz. (7. Juli)

Neuer Intensiv-Transporter: Neues Glied in der so genannten Rettungskette: Für Notfallpatienten, die intensiv-medizinisch betreut werden müssen, gibt es ein neues Spezial-Transportmittel. Der Intensiv-Transport-Wagen bei der Feuerwehr ist mit einer hochmodernen Spezialtrage ausgerüstet, die auch eine Verlegung in andere Krankenhäuser erlaubt. Standort der Intensivtrage zwischen den Einsätzen ist das Trierer Brüderkrankenhaus. (11. Juli)

Vierte Müllsammelaktion: Mehr als fünf Kubikmeter achtlos weggeworfenen Müll sammeln rund 100 Schülerinnen und Schüler im Innenstadtbereich. (18. Juli)

Spektakuläre Felssicherung: Für die Verankerung von „Betondübeln“ bohren Spezialisten sechs Meter tiefe Löcher in die Felswand oberhalb der Bonner Straße in Pallien. (26. Juli)

August

Arbeit für den Frieden: 29 Jugendliche aus Deutschland, Polen, Russland, Litauen, Weiß-russland, Moldavien und Italien pflegen im Rahmen eines Jugendcamps des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge zwei Wochen lang Soldatengräber auf dem Trierer Hauptfriedhof. (15. August)

Ballon-FiestaBallon-Fiesta: Zehn Heißluftballone, die vor nachtschwarzem Himmel im Rhythmus der Musik aufleuchten: Der „EGP Night Glow“ bietet ein zauberhaftes Spektakel und ist einer der Höhepunkte der zweiten Trierer Ballon-Fiesta, die mehrere Tausend Besucher auf den Petrisberg lockt. 36 Teams aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg waren zu dem dreitägigen Treffen gekommen. (19. bis 21. August)

Motorsport der Extraklasse: Sébastian Loeb und sein Beifahrer Daniel Elena sind die Gewinner der  Rallye Deutschland 2005. Ein Gewinner des Sportspektakels steht dabei schon vor dem Rennen fest: Das weltweit ausgestrahlte Rennen rückt die Start- und Ziel-Stadt Trier werbegerecht in die Medien. (28. August)

Renovierungsstau abgebaut: In den Ferien laufen an vielen Trierer Schulen weitere Sanierungsarbeiten. Über 700.000 Euro werden  investiert. Die Zusammenführung der beiden Förderschulen „Montessori“ und „Deutschherren“ als Medard“- Schule im ehemaligen Lycée Ausone  steht kurz bevor. Der erste Bauabschnitt mit 2,7 Millionen Euro ist abgeschlossen, weitere 1,7 Millionen folgen im zweiten Abschnitt. (29. August)

September

Tag der Offenen Tür der Trierer Berufsfeuerwehr: Mehrere tausend Bürger informieren sich vor Ort über ihre Feuerwehr am Barbara-Ufer. (4. September)

Internet-Boom bei der VHS: Mit einem nochmals leicht erweiterten Angebot von 430 Kursen und Veranstaltungen startet die Volkshochschule Trier in das Herbst- und Wintersemester. Bei den Anmeldungen spielt das Internet eine immer wichtigere Rolle. Schon vor dem Druck des Programmheftes gibt es  über 600 Online-Anmeldungen für das neue Semester. (6. September)

Handwerk als Konversionsmotor: Unterstützung für den geplanten Handwerker- und Gewerbepark Feyen signalisiert der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage bei einem Besuch vor Ort auf dem ehemaligen Militärgelände Castelnau.

Neue Konzepte für Ausstellung: Nach einem Jahr Pause öffnet die Moselland-Ausstellung unter neuer Führung wieder ihre Pforten. In zehn Hallen am Messepark in den Moselauen präsentieren sich 178 Firmen und Organisationen, die Hälfte davon aus der Region. Mit neuen Angeboten will die Betreibergesellschaft Pro Consult wieder mehr Besucher als zuletzt zur Moselland-Ausstellung locken. Seit den Anfängen in den 60er Jahren war die MA mit der Firma Schwab verbunden. (17. September)

Sport und Prävention: In und um die Arena dreht sich alles um das Thema „Sport und Prävention“. Im Rahmen einer landesweiten Aktion stellen in Trier zahlreiche Initiativen und Netzwerke ihre Vorstellungen und Kampagnen vor, Fachvorträge und Showeinlagen runden das Programm ab. (22. September)

Panzereinsatz für Amphibien: Ein 54 Tonnen schwerer Panzer durchpflügt auf Anweisung der Umweltschützer das Naturschutzgebiet Mattheiser Wald und verdichtet dadurch den Lehmboden. Der Untergrund wird wasserundurchlässig, neue Tümpel und Pfützen für die Amphibien können entstehen. (27. September)

Oktober

Freibad-Sanierung: Direkt nach Ende der Badesaison 2006 sollen die teilweise erheblichen Mängel im Freibad Trier-Süd im Rahmen einer Komplettsanierung beseitigt werden. Der Stadtrat entscheidet einstimmig, erste Planungsmittel in Höhe von 100.000 Euro bereitzustellen. Größe, Form und Struktur des jetzigen Bades sollen im Wesentlichen erhalten bleiben. (4. Oktober)

Bypass für schöneres Olewig: Mit dem Neubau der Brücke über den Olewiger Bach beginnt der dritte und letzte Bauabschnitt für den Ausbau der Ortsdurchfahrt im Stadtteil Olewig. Zwischen der Einmündung des Kernscheider Höhenwegs und der östlichen Ortsausfahrt wird die holprige Fahrbahn erneuert und mit Parkbuchten ausgestattet. Vorgesehen sind auch der Bau und die Begrünung von Gehwegen sowie die „Öffnung“ des Olewiger Bachs. (7. Oktober)

Ausbau Zurmaiener Straße: Start der größten Straßenbaumaßnahme in Trier seit über zehn Jahren. Die viel befahrene Zurmaiener Straße wird auf einer Länge von rund 500 Metern zwischen Ratio-Parkplatz und der Straße „Zum Stadion“ auf durchschnittlich 27 Meter verbreitert. Wie schon im ersten Bauabschnitt werden jeweils zweispurige Richtungsfahrbahnen hergestellt, die durch einen breiten Grünstreifen getrennt sind. Die Kosten des Projektes belaufen sich auf insgesamt 3,15 Millionen Euro. (11. Oktober)

Run auf Erlebnisführungen: Schon über 16.000 Besucher haben in diesem Jahr die von der Tourist-Information Trier angebotenen Erlebnisführungen gebucht. Fünf professionelle Schauspieler schlüpfen abwechselnd in die Rollen des Gladiators Valerius, des Tribuns Mallobaudes und eines Zenturio, um die Geschichte der Porta Nigra, der Kaiserthermen und des Amphitheaters erlebbar zu machen. (14. Oktober)

Altbundeskanzler Helmut SchmidtOswald von Nell-Breuning-Preis: Altbundeskanzler Helmut Schmidt erhält in einer Feierstunde den Oswald von Nell-Breuning- Preis der Stadt Trier. Bei seiner Dankesrede fesselt Helmut Schmidt seine Zuhörer in der vollbesetzten Promotionsaula des Priesterseminars. (18. Oktober)

Gewaltige Schieflage: OB Schröer bringt den Doppelhaushaltsplans 2006/2007 im Stadtrat  ein.  Für den  Gesamtfehlbedarf von 196,7 Millionen Euro macht er strukturelle Ursachen verantwortlich. Angesichts der „gewaltigen finanziellen Schieflage“, in der sich die meisten deutschen Städte, so auch Trier, nach wie vor befinden, habe die im Grundgesetz formulierte kommunale Selbstverwaltung „keine Grundlage mehr“, sie stehe nur noch auf dem Papier. Der strenge Konsolidierungskurs führe zudem zu einem dramatischen Verfall der städtischen Investitionen. (20. Oktober)

November

 Festliche Einbürgerung: 54 Männer, Frauen und Kinder aus 15 verschiedenen Ländern erhalten während einer feierlichen Zeremonie im Großen Rathaussaal von OB Helmut Schröer ihre Einbürgerungsurkunde und sind fortan deutsche Staatsangehörige. Bereits zum dritten Mal bettete die Stadt den formalen Akt der Einbürgerung in einen festlichen Rahmen. (8. November)

Neue „Monaise-Tasse“: Attraktives Angebot für alle Sammler historischen Porzellans: Die sechste Mokka-Tasse nach einer Vorlage der Trierer Porzellan-Manufaktur wird in einer limitierten Edition des Fördervereins Schloss Monaise in Zusammenarbeit mit dem Museum Simeonstift und der Firma Gangolf verkauft. Sie zeigt eine Ansicht von Nells Ländchen in der Tradition der Biedermeier-Landschaftsmalerei. Charakteristisch für diese Kreation ist unter anderem der für den heutigen Geschmack ungewöhnlich hohe Rand der Untertasse. Die Serie ist auf insgesamt zwölf Motive ausgelegt. Die Tassen werden in Triers Partnerstadt Weimar produziert. (11. November)

Keine Großstadt mehr: Die amtliche Ersteinwohnerzahl des Statistischen Landesamtes Bad Ems weist zum Stichtag 30. Juni 99.685 Bürger aus. Das bedeutet einen Verlust der Konzessionsabgabe der Stadtwerke von einer Million Euro. Die rückläufige Entwicklung deckt sich mit dem allgemeinen Trend anderer Städte in Rheinland-Pfalz, von Mainz einmal abgesehen. Bei der amtlichen Fortschreibung zum 31. Dezember wird wegen der vermehrten Studentenanmeldungen zum Wintersemester wieder mit einem Zuwachs gerechnet. (14. November)

Höhere Müllgebühren: Die A.R.T.-Verbandsversammlung beschließt zum 1. Januar eine Erhöhung der Müllgebühren. Nach elf Jahren ist das die erste Gebührenanhebung.  Ein Vier-Personen-Haushalt in der Stadt zahlt dann jährlich 105,96 Euro, im Kreis Trier-Saarburg 94,44 Euro. Die Anhebung beträgt bei einer 80-Liter-Tonne im Kreis 19,68 und in Trier 21,60 Euro im Jahr 82 beziehungsweise 90 Cent pro Leerung. Die Gebühr für amtliche Abfallsäcke beträgt künftig 2,70 Euro pro Stück. Die A.R.T.-Gebühren liegen im bundesweiten Vergleich noch deutlich unter dem Durchschnitt. (23. November)

Fußgängerüberweg an der Porta: Nur 16 Wochen nach dem Stadtratsbeschluss werden die ebenerdigen Fußgängerüberwege vor der Porta Nigra offiziell eingeweiht. Sie erlauben erstmals nach dem Bau der Unterführung in den 60er Jahren wieder den oberirdischen Spaziergang von der Simeonstraße in die Paulinstraße. Die neuen Fußgängerüberwege kosten einschließlich Ampeln rund 520.000 Euro. Zusammen mit den Überwegen wird eine Busbeschleunigungsspur eingerichtet. (26. November)

Dezember

 Neuer Online-Auftritt: Das Internet-Portal der Stadt präsentiert sich mit neuem Layout. Die Website www.trier.de, die jährlich knapp 1,3 Millionen Mal aufgerufen wird, wurde moderner, aktueller, übersichtlicher und funktioneller gestaltet. Bürger können rund 50 amtliche Formulare herunterladen, bestimmte „Amtshandlungen“ – wie Wohnsitzabmeldungen oder die Reservierung von Wunschkennzeichen – lassen sich komplett am Bildschirm erledigen. Konzipiert wird der inklusive Archiv über 30.000 Seiten umfassende Internetauftritt der Stadt durch das Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. (5. Dezember)

Museumsbau „im Plan“: Die Umbauarbeiten beim städtischen Museum Simeonstift laufen planmäßig. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung werden erstmals öffentlich die Pläne zur Gestaltung der Konstantin-Ausstellung in den neuen Räumlichkeiten vorgestellt. Kulturdezernent Holkenbrink nennt die Landesausstellung einen „wahren Glücksfall“. Sie diene als Motor für den Umbau und die Erweiterung des seit Jahrzehnten unzureichenden Museumsbaus. (6. Dezember)

Sieg der Idee: Das Römerfestival „Brot & Spiele“ zählt zu den Siegern im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ und wird Teil einer deutschlandweiten Imagekampagne. Als „ausgewählter Ort 2006“ repräsentiert das Trierer Römerspektakel am 12. August 2006 Deutschland. Im Reiseführer der Initiative „Land  der Ideen“, der ab 1. Januar im Buchhandel erhältlich ist, wird das Trierer Event „Brot & Spiele“ ebenso vorgestellt wie in der Wochenzeitung „Die Zeit“. Sie berichtet ab Januar 2006 in jeder Ausgabe über die Sieger-Orte. (7. Dezember)

Trier will erneuerbare Energien: Mit der Gründung eines Aktionsbündnisses zur Nutzung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe wird ein Votum des Stadtrats vom Juli umgesetzt, der ein Konzept für eine erweiterte Nutzung der Solarenergie gefordert hatte. Ein Runder Tisch „Neue Energien“ soll die bereits bestehenden Aktivitäten bündeln und neue Initiativen entwickeln. Bei den Planungen kommunaler Bauprojekte wird zukünftig verstärkt geprüft, wie Energiekosten minimiert werden können. (13. Dezember)

Jahresrückblick: Ralf Frühauf