Jahresrückblick 2006

Januar

OB-Neujahrsempfang
Unter dem Motto „Kinder schaffen was“ nehmen die Sternsinger der Pfarrei Antonius am traditionellen Neujahrsempfang von Oberbürgermeister Helmut Schröer teil und sammeln Spenden für das Schwerpunktland Peru. In seiner Ansprache betont Schröer, mit den anstehenden Landtagswahlen und der OB-Wahl im Herbst würden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Trotz gravierender Haushaltsprobleme könne Trier optimistisch in die Zukunft blicken. Mit der Teilnahme am Kulturhauptstadtjahr 2007 und der erfolgreichen Codex Egberti-Ausstellung habe die Moselmetropole ihre Stellung als Kulturstadt weiter ausgebaut. ­(8. Januar)

Egbert-Ausstellung beendet
Nach achteinhalb Monaten schließt die Ausstellung des Egbert-Codex in der Schatzkammer der Stadtbibliothek ihre Pforten. Insgesamt 17.081 Besucher haben die prachtvollen Miniaturen der über 1000 Jahre alten Bilderhandschrift bestaunt, die zum Weltdokumentenerbe der Unesco gehört. Aufgrund des großen Zuspruchs erwirtschaftet die Ausstellung knapp 70 000 Euro Überschuss. (17. Januar)

Musizieren ist „in“
Mit einem Rekord startet die städtische Musikschule ins neue Jahr: 793 Absolventen werden Anfang Januar in den Kursen gezählt. Damit hat sich die Schülerzahl seit 2000 fast verdoppelt. (17. Januar)

„Alte Schachtel“ wird 105

Sie hat unglaubliche 105 Jahre auf dem „Buckel“ und kann noch immer viele Volkslieder auswendig singen: Katharina Crames ist Triers älteste Bürgerin. Im Kreise ihrer Familie und der Bewohner des Altenheims Stift St. Irminen feiert sie gut gelaunt ihren Ehrentag und nennt sich selbst „alte Schachtel“. Auch über den Besuch von OB Schröer (Foto) freut sich die gelernte Köchin. (23. Januar)

Masterplan für Bahnhofsviertel
Ein „charakteristisches Eingangsportal“ soll er werden, einladend und attraktiv gestaltet: der Bereich um den Hauptbahnhof. Darauf verständigen sich die rund 60 Experten und Teilnehmer des mehrtägigen Workshops „Perspektiven für den Bahnhofsbereich Trier“. Unter anderem soll die Kürenzer Straße ausgebaut und die Verbindung vom Bahnhof zur Porta zu einer einladenden Promenade werden. (30. Januar)

Frischgebackene Landsleute
In einer feierlichen Zeremonie erhalten 62 „frischgebackene“ Deutsche ihre Einbürgerungsurkunde im Großen Rathaussaal. Bereits zum vierten Mal begrüßt OB Schröer auf diesem Weg neue Mitbürger, die aus allen Ecken der Welt – von China bis Kuba, von Mexiko bis Jordanien – stammen. Für viele geht damit ein langer und oft mühseliger Weg zu Ende. (31. Januar)

Februar

Demenz-Zentrum eröffnet
Im Trierer Elisabeth-Krankenhaus eröffnet das erste rheinland-pfälzische Demenz-Zentrum. Als Anlauf- und Beratungsstelle für Angehörige und Betroffene soll es vor allem für eine Vernetzung bereits bestehender Angebote sorgen. Federführend ist das Haus der Gesundheit, die Finanzierung übernehmen die Pflegekassen, das Land, die Stadt und der Landkreis Trier-Saarburg. Nach Schätzungen ist bereits jeder Dritte über 85 Jahre von einer Demenzerkrankung betroffen. (1. Februar)

„Ehriker“ unter einem Dach
Was lange währt, wird endlich gut: Im größten Trierer Ortsteil Ehrang wird das neue Bürger- und Vereinshaus eingeweiht. Die Begegnungsstätte ist unter anderem die Heimat für 33 ansässige Vereine. Der große Festsaal wird nach dem „Ehriker Jung“ Henry Zingen benannt. Die Trägerschaft für das farbenfrohe Haus an der Niederstraße übernimmt die Gemeinschaft Ehranger Ortsvereine (GEOV). Von den fast 2,5 Millionen Euro Gesamtkosten hat die Stadt rund eine Million bezahlt.  (10. Februar)

Stolpersteine Zuckerbergstraße„Stolpern“ statt Vergessen
Zehn Zentimeter große, quadratische Messingtafeln lässt der Kölner Künstler Gunter Demnig erneut in den Trierer Asphalt ein. Eingraviert sind die Namen von NS-Opfern, an die die „Stolpersteine“ erinnern sollen. Fünf Gedenksteine für die Familie Altmann, deren Mitglieder deportiert und von den Nationalsozialisten ermordet wurden, verlegt Demnig vor dem Haus in der Zuckerbergstraße 16 (Foto). Weitere sollen im Trierer Stadtgebiet folgen. (13. Februar)

Doppelhaushalt verabschiedet
Kein Hochwasser in Trier, dafür steigt aber der Schuldenpegel der Stadt. Mit einem Fehlbetrag von 72,6 Millionen Euro verabschiedet der Stadtrat mit großer Mehrheit den Doppelhaushalt 2006/2007. Zusammen mit alten Fehlbeträgen aus den Jahren 2004 und 2005 steigt das Gesamtminus auf rund 205,1 Millionen Euro. OB Schröer spricht in diesem Zusammenhang von einer „dramatischen Haushaltslage“, in der es kaum mehr freie Gestaltungsspielräume gebe. (16. Februar)

Anhörung Mosel-Stahlwerk
Das Trierer Stahlwerk (TSW) soll umwelttechnisch saniert und modernisiert werden. Vier Stunden beantworten TSW-Geschäftsführer Christoph und Ulrich Rass sowie Sachverständige der zuständigen Behörden bei der Anhörung im Zuge des Genehmigungsverfahrens Fragen. Rund 50 Bürger, die in der Nachbarschaft des Industriegebiets Pfalzel wohnen, kommen in die Europäische Rechtsakademie und äußern ihre Vorbehalte gegen die geplanten Umbaumaßnahmen. (22. Februar)

Keine Vogelgrippe in Trier
Aufatmen: Acht tote Vögel, die in Trier gefunden und im Landesuntersuchungsamt in Koblenz auf das Vogelgrippe-Virus getestet worden sind, sind nicht an der Geflügelpest gestorben. Damit bleibt Trier weiter frei von infizierten Tieren. (28. Februar)

Entwarnung für Fleischliebhaber
Trierer Lebensmittelkontrolleure, die wegen des „Gammelfleisch“-Skandals in Süddeutschland und Nordrhein-Westfalen verstärkt in  Fleischereien und Produktionsbetrieben unterwegs gewesen sind, legen ihren Bericht vor. Demnach sind in Trierer Betrieben keine schwerwiegenden Mängel festgestellt worden. (28. Februar)

März

Schneechaos Brückenstraße 3/06Großeinsatz im Schnee
Der städtische Winterdienst hat alle Hände voll zu tun. Bis Anfang März sind bereits 1500 Tonnen Trockensalz und 170 Tonnen Feuchtsalz verbraucht worden. Um die Straßen frei zu halten, sind die Mitarbeiter seit November bis zu diesem Zeitpunkt schon über 25.000 Stunden im Einsatz. An einem Tag fallen 17 Zentimeter Schnee in vier Stunden. 170 Mitarbeiter mit 61 Fahrzeugen sind an diesem Tag im Dauereinsatz. (3. März)

Runder Tisch startet
60 Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis bilden den Runden Tisch „Neue ­Energien“, der unter dem Vorsitz von OB Schröer mit einem Workshop seine Arbeit aufnimmt. Federführend ist die städtische Umweltberatung. (14. März)

Bombe entschärft
Eine englische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hält die Bewohner in Trier-West und Euren in Atem. Gefunden wird sie in einer Baugrube in der Spirostraße. Bevor der Kampfmittelräumdienst das fünf Zentner schwere Relikt (Foto rechts) nach Koblenz bringen kann, müssen 2100 Anwohner vorübergehend evakuiert werden. (15. März)

Bewegungsfreiheit
Die Gefahr für das Trierer Ballett­ensemble, sich bei der Probe von Hebefiguren den Kopf an der Decke zu stoßen, ist gebannt. Dem Theater steht in der Karthäuserstraße eine neue Probebühne zur Verfügung. Zwei Räume, Kaffeeküche und Duschgelegenheiten mit insgesamt 427 Quadratmetern sorgen für Bewegungsfreiheit. (21. März)

Dreyer gewinnt
Bei der rheinland-pfälzischen Landtagswahl gewinnt Malu Dreyer (SPD) das Direktmandat im Wahlkreis 25 (Trier). Mit 45,5 Prozent der Stimmen setzt sie sich gegen CDU-Kandidat Christoph Böhr (35,4 Prozent), Reiner Marz (Grüne/ 9,2 Prozent), Stefanie Lejeune (FDP/ 6,6 Prozent) und Katrin Werner (WASG/3,3 Prozent) durch. Die Wahlbeteiligung liegt in diesem Wahlkreis bei nur 45,4 Prozent. Bei den Zweitstimmen siegt die SPD mit 45,2 Prozent vor der CDU (33,1), den Grünen (8,5) und der FDP (7,0). (26. März)

April

Unterzeichnung Partnerschaftsurkunde NagaokaNeue Partnerstadt
Bürgermeister Tamio Mori und OB Helmut Schröer (sitzend) unterzeichnen in Nagaoka im Rahmen einer feierlichen Zeremonie die Städtepartnerschaftsurkunde, deren Text von Bürgermeister Georg Bernarding (r.) verlesen wird. Zur Trierer Delegation, die in der 285000 Einwohner zählenden Stadt auf der japanischen Halbinsel Honshu herzlich empfangen wird, zählen auch Thomas Albrecht (CDU), Friedel Jaeger (SPD) und Dominik Heinrich (Grüne) als Vertreter des Stadtrates sowie Mitglieder der Deutsch-Japanischen Gesellschaft. (1. April)

Härtere Bandagen
Da Verbotsschilder und die flexible Höhenbeschränkung an der Aulbrücke von vielen Fahrzeugen miss­achtet werden, installiert das städtische Tiefbauamt eine massive Stahlkonstruktion. Sie soll dafür sorgen, dass nur noch Fahrzeuge unter 2,5 Metern die sanierungsbedürftige Brücke überqueren. (1. April)

Kampf gegen Stolperfugen
Rechtzeitig vor dem Sommer und der „High Heels-Saison“ werden die teilweise maroden Pflasterfugen auf dem Hauptmarkt erneuert. Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise, um die Anlieger möglichst wenig zu beeinträchtigen. (5. April)

Kurze Beine – Kurze Wege
Einstimmig bekräftigt der Trierer Stadtrat nochmals den bereits bestehenden Beschluss für den Neubau einer Grundschule in Tarforst und fordert das Land auf, das Vorhaben weiter zu unterstützen. Beigeordneter Ulrich Holkenbrink verweist auf die neu erstellten Vorausschätzungen für die Schülerzahlen und zeigt sich zuversichtlich, dass die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) den Bau genehmigt. Hintergrund: die ADD hatte überraschend den Bedarf für die neue zweizügige Schule bezweifelt. (6. April)

Trockener Abfall spart Geld
Weichenstellung für die zukünftige Abfallpolitik: Der Rat beschließt nach der Pleite des Müllentsorgers Herhof als ersten Schritt eine Vortrocknung des Abfalls. Damit sinken die Kosten der jetzt noch notwendigen Verbrennung um ein Drittel. (6. April)

Immer noch „Blümchen-Express“
Das luxemburgische Verkehrsministerium setzt sich bei der rheinland-pfälzischen Landesregierung und dem Bund für bessere und schnellere Zugverbindungen zwischen Trier und Luxemburg ein. Eine Forderung, die auch der Trierer Stadtvorstand seit Jahren fast gebetsmühlenartig vorbringt. (25. April)

Mai

111 Pkw auf 100 Haushalte
Wer fährt wann warum womit wohin? Nach einer repräsentativen Verkehrsumfrage des Baudezernates sind die Einwohner Triers insgesamt 381000 mal am Tag unterwegs. Über die Hälfte dieser Wege (53 Prozent) werden mit dem Auto, 20 Prozent zu Fuß zurückgelegt. Für jeden sechsten Weg werden öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Auf 100 Trierer Haushalte entfallen danach 156 Fahrräder, 111 Pkw und 16 Motorräder. Diese Daten fließen in das Mobilitätskonzept Trier 2020 ein, in dem die Leitlinien für die zukünftige Verkehrsentwicklung festgelegt werden. (2. Mai)

Richtfest Simeonstift 5/06Richtfest am Simeonstift
Richtfest bei der Erweiterung und Sanierung des Stadtmuseums Simeonstift (Foto). 362 Tage vor der geplanten Eröffnung rackern fast 100 Arbeiter täglich mit Hochdruck auf der Baustelle, um die Konstantin-Ausstellung im Rahmen des Kulturhauptstadtjahrs pünktlich präsentieren zu können. (12. Mai)

Kurzes Millionenglück
Die Genugtuung im Trierer Rathaus ist groß und doch nur von kurzer Dauer: Das vorläufige Rechnungsergebnis für das Haushaltsjahr 2005 weist ein Plus von 2,5 Millionen Euro aus. Damit ist Trier die einzige kreisfreie rheinland-pfälzische Stadt, die schwarze Zahlen schreibt. Allerdings rührt der einmalige Geldsegen aus dem rechnerischen Verkaufserlös der Stadtwerke, die von einer GmbH in eine Anstalt öffentlichen Rechts umgewandelt wird. (15. Mai)

Trier im WM-Pokal-Fieber
Kurz vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft kann man in Trier die zukünftige Begeisterung schon erahnen. In Scharen pilgern die Trierer Fans auf den Viehmarktplatz, um die Original-Siegertrophäe aus nächster Nähe zu bestaunen. Trier ist die 17. Station der WM-Pokal-Tour. (18. Mai)

Risse und Klüfte unter der Lupe
Felswände mit einer Gesamtlänge von 45 Kilometern sind im neuen Felskataster der Stadt Trier erfasst. Eingeteilt nach fünf Gefährdungsklassen gehen von den meisten Buntsandsteinformationen im Stadt­gebiet danach keine größeren Gefährdungen aus. Kritische Felsen wie hier oberhalb der Bonner Straße werden von Fachleuten regelmäßig kontrolliert. (30. Mai)

Juni

Start für „Haus der Vereine“
Als Ersatz für die Gebäude des FSV Kürenz und des Polizeisportvereins, die wegen der Landesgartenschau auf dem Petrisberg abgerissen wurden, entsteht im Sattelpark ein „Haus der Vereine“. Baudezernent Peter Dietze und Sportdezernent Georg Bernarding legen den Grundstein für die rund 250.000 Euro teure Anlage. (1. Juni)

Städtepartnerschaft besiegelt
Nach der Unterzeichnung auf japanischen Boden im April wird die Städtepartnerschaft zwischen Trier und Nagaoka im Rahmen einer feierlichen Zeremonie auch im Trierer Rathaus von Oberbürgermeister Helmut Schröer und seinem Amtskollegen Tamio Mori offiziell besiegelt. (2. Juni)

Rekordjahr im Trierer Hafen
Mit 1,1 Millionen Tonnen wurden so viele Massengüter wie noch nie seit Bestehen der Anlage umgeschlagen. Beim Heizöl beträgt der Anstieg nach Angaben des Zweckverbandes Wirtschaftsförderung Trierer Tal über 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mittlerweile stößt das Gewerbegebiet an seine Kapazitätsgrenzen. Für Neuansiedlungen stehen nur noch wenige Hektar zur Verfügung. (13. Juni)

Antfest 2006 - Medea, BühnenbildMedea in den Thermen
Gelungener Start der neunten Trierer Antikenfestspiele in den Kaiserthermen: Die Premiere der „Medea“ von Euripides, einer klassischen Tragödie um eine fatale Liebe, ist auch nach 2500 Jahren noch aktuell und wird vom Publikum mit starkem Applaus belohnt (Foto). In der Inszenierung von Bettina Rehm beeindrucken vor allem Heike Trinker als Medea, Klaus Michael Nix (König Aigius) und Michael Ophelders als Iason. (17. Juni)

Vorbildliche Umweltberatung

Die Trierer Umweltberatung hat als eine von sechs rheinland-pfälzischen Einrichtungen den Umweltpreis des Landes erhalten. Die Jury würdigt das große Engagement, mit dem die städtische Beratungsstelle Umwelttage, Märkte und Symposien veranstaltet und zahlreiche auch grenzüberschreitende Initiativen startet. (23. Juni)

Juli

ID=2757 (Bezeichnung fehlt)Bessere Orientierung
Spätestens zur Konstantin-Ausstellung soll ein optimiertes Beschilderungssystem den Gästen die Orientierung erleichtern. Mit seinem Grundsatzbeschluss stellte der Stadtrat gleichzeitig rund 130.000 Euro zur Verfügung. Die Planung sieht auch die Erneuerung der Hinweistafeln für Hotels sowie wichtige Gebäude vor. (13. Juli)

Zweitwohnsitzsteuer
Mit großer Mehrheit beschließt der Stadtrat die Erhebung einer Zweitwohnsitzsteuer ab 1. Januar 2007. Davon erhofft sich die Stadt Mehreinnamen aus dem kommunalen Finanzausgleich und dem  Gemeindeanteil der Einkommenssteuer. Mit der erwarteten Überschreitung der 100.000-Ersteinwohnergrenze kämen weitere 1,4 Millionen Euro durch eine höhere Konzessionsabgabe der Stadtwerke hinzu. (13. Juli)

Neue Grundschule für Tarforst
Einstimmig stellt der Stadtrat die Weichen für den Neubau der Grundschule Tarforst. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion schlägt beim Land die Aufnahme des Projekts in das Schulbauprogramm 2007/2008 vor. An dem rund 4,94 Millionen Euro teuren Gebäude mit Mehrzweckhalle beteiligt sich das Land mit 1,6 Millionen Euro. (13. Juli)

Frankenturm-Ausbau
Dank einer Schenkung der Trier-Gesellschaft in Höhe von 280.000 Euro kann der Ausbau des mittelalter­lichen Frankenturms beginnen. Der Stadtrat bewilligt außerdem 265.000 Euro für die Modernisierung der Flächen rund um das historische Gemäuer. Die symbolische Öffnung des Turmtors durch einen Rammschlag mit einem Holzbalken ist der offizielle Startschuss der Arbeiten. (14. Juli)

122 Grundstücke für Häuslebauer
Offizieller Start für das neue Baugebiet „Am Olbeschwäldchen“: Der Tarforster Ortsvorsteher Marcellus Gehlen, Baudezernent Peter Dietze, Oberbürgermeister Helmut Schröer, Stadtwerke-Vorstand Dr. Olaf Hornfeck und Dr. Karl-Josef Gilles, Ortsvorsteher von Filsch (v. l.), greifen symbolisch zum Spaten. Auf der Tarforster Höhe können in den nächsten Jahren 122 neue Grundstücke bebaut werden. Das Gebiet BU 12 zeichnet sich unter anderen durch seine attraktive Infrastruktur aus: In der Nähe liegt nicht nur ein Einkaufszentrum, sondern auch die neugestaltete Grünanlage am Olbeschgraben. (14. Juli)

„Ariadne“ an der Spitze

Mit einer Gesamtauslastung von 75 Prozent werden die erwarteten Besucherzahlen bei den Trierer Antikenfestspielen 2006  erreicht. Das größte Interesse bei den Zuschauern findet die Oper „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss mit einer Aus­lastung von 83 Prozent, gefolgt vom Schauspiel „Medea“. Insgesamt werden bei den Festspielen in den Kaiserthermen 6320 Besucher gezählt. (17. Juli)

Einzelhandel boomt
Trier hat seine bundesweit hervorragende Position als attraktive Einkaufsstadt und regionales Oberzentrum verteidigt und in den letzten drei Jahren in einigen Bereich sogar noch zugelegt. Das belegt eine Untersuchung des Amts für Stadtentwicklung und Statistik in Zusammenarbeit mit der Bonner Stadtmarketingfirma Cima. (18. Juli)

August

Südbad-Kompromiss
Nach der Zusage der Stadt, die Wasserflächen von 3500 auf 2500 Quadratmeter zu reduzieren, stimmt das Land als Zuschussgeber den Plänen für die Südbadsanierung zu. Die „Zoom“-Lösung, die Innenminister Karl Peter Bruch bei einem Ortstermin mit der Stadtspitze vereinbart, beinhaltet unter anderem ein 300 Quadratmeter kleineres Nichtschwimmerbecken und ein von acht auf fünf Bahnen reduziertes Schwimmerbecken. (15. August)

Rettungsdienst feiert Geburtstag
Mit einer dreitägigen Großveranstaltung werden die Jubiläen 100 Jahre Trierer Rettungsdienst, 160 Jahre Feuerwehr sowie 30 Jahre Notarztsystem gefeiert. Zahlreiche Besucher strömen trotz wechselhaften Wetters in den Messepark. Bei einem Festkommers gratulieren auch Gäste aus den Partnerstädten Nagaoka, Herzogenbusch, Pula und Weimar. (18. bis 20. August)

Kulturaktie 100 Euro„Wertpapier“ für die Kultur
Durch den Verkauf von jeweils  250 Aktien für 50 und 100 Euro (Foto) will die neue Trierer Kulturstiftung zahlreiche Projekte unterstützen. Das „Wertpapier“ besteht jeweils aus einer Arbeit des Trierer Künstlers Werner Persy, die in der Treveris-Handpresse produziert werden. (24. August)

Jubiläumsgottesdienst
Die jüdische Gemeinde Trier gedenkt mit einem feierlichen Gottesdienst der Grundsteinlegung für die neue Synagoge vor genau 50 Jahren. OB Helmut Schröer und Benz Botmann, Vorsitzender der Gemeinde, würdigen die gut gelungene deutsch-jüdische Aussöhnung in Trier nach dem Zweiten Weltkrieg. (25. August)

September

Dank an Tafel-Mitbegründerin
Die 82jährige Anni Becker erhält für ihr Engagement für in Not geratene Mitbürger den Ehrenbrief der Stadt. Die Triererin gehörte 2001 zu den Mitbegründern der „Trierer Tafel“: Dort werden zweimal die Woche rund 120 bis 180 Bedürftige mit gespendeten Lebensmitteln versorgt. (11. September)

Auto beliebtestes Verkehrsmittel
Rund 60 Prozent der Beschäftigten in Trier fahren im eigenen Pkw zur Arbeit. Das ist das Ergebnis eine Umfrage unter 1500 Arbeitnehmern aus den größten Trierer Industrie-, Verwaltungs- und Dienstleistungsbetrieben. 14 Prozent nutzen das Fahrrad für den Weg zur Arbeit. (12. September)

QuattroPole-Gipfel
Die Vorbereitungen für das Kulturhauptstadtjahr 2007 „Luxemburg und Großregion“ stehen im Mittelpunkt der Sitzung des QuattroPole-Lenkungsausschusses in der ERA. Die Stadt­oberhäupter Charlotte Britz (Saarbrücken), Paul Helminger (Luxemburg) und Jean-Marie Rausch (Metz) sowie Helmut Schröer als Gastgeber beschäftigen sich außerdem mit E-Learning-Programmen sowie grenzüberschreitenden Projekten zum energiesparenden Bauen. (12. September)

Fuß als Werbemaskottchen
Auf dem Platz vor der Basilika wird eine rund zwei Meter hohe Nachbildung des Konstantin-Fußes enthüllt. Insgesamt sollen acht dieser Beton-Repliken für die große Ausstellung rund um den römischen Kaiser werben, die 2007 im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres in drei Trierer Museen stattfindet. (17. September)

OB-Wahl 2006 - Stimmungsbild Rathaus-FoyerKulturplakette für Klaus Riesch
Für seine Verdienste um die regionale Musikpädagogik erhält der Trierer Lehrer und Dirigent Klaus Riesch die Kulturplakette der Stadt. Beigeordneter Ulrich Holkenbrink überreicht außerdem einen Ehrenbecher an sechs Trierer, die sich besonders im Kulturleben engagiert haben. (19. September)

Jensen gewinnt OB-Wahl (Foto)
Der unabhängige Kandidat Klaus Jensen wird zum neuen Oberbürgermeister gewählt und tritt sein Amt am 1. April 2007 an. Der 54jährige Politiker, der von der SPD und B 90/Grüne unterstützt wird, erreicht bei der zweiten Trierer OB-Direktwahl 66,9 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sein CDU-Gegenkandidat Ulrich Holkenbrink (50) kommt auf 33,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung beträgt 43,2 Prozent. (24. September)

Oktober

Steigende Zuschauerzahlen
Das Theater Trier zieht Bilanz für die Spielzeit 2005/06. Mehr als 120.000 Zuschauer – 12.000 mehr als im Vorjahr –  besuchten die 329 Veranstaltungen des Dreispartenhauses am Au-gustinerhof. Die Gesamtauslastung im Großen Haus lag bei 83,6 Prozent. Beliebteste Aufführung war Friedrich Dürrenmatts Schauspiel „Der Besuch der alten Dame“ mit über 10.000 Besuchern. (5. Oktober)

Rasante Entwicklung
Zwei Jahre nach dem Ende der Landesgartenschau ist die Bautätigkeit auf dem Petrisberg ungebrochen. Im Wissenschaftspark haben sich 78 Unternehmen mit 520 Mitarbeitern angesiedelt. 121 Wohngrundstücke sind bebaut. Das Naherholungsgebiet mit weitläufigen Grün-, Spiel-, Sport- und Wasserflächen wird von der Petrispark GmbH als Nachfolgerin der LGS-Gesellschaft verwaltet. (18. Oktober)

Fluch und Segen der Baustellen
Auf der Moseluferstraße wird auf einer Länge von 1,3 Kilometern eine neue Asphaltschicht aufgetragen. Von der Maßnahme profitieren täglich rund 20.000 Autofahrer. Weil gleichzeitig auch am Alleenring an mehreren Stellen Kanalerneuerungsarbeiten der Stadtwerke im Gang sind, kommt es auf den Hauptdurchgangsstraßen zu langen Staus. (21./22. Oktober)

75 Jahre Stadtbad
Mit einem zweitägigen Fest feiert das Stadtbad sein 75jähriges Jubiläum. 1931 erbaut und 1981 erweitert, werden in dem von den Stadtwerken betriebenen Hallenbad mit 900 Quadratmetern Wasserfläche, Sprungturm und Wellnessbereich täglich rund 1000 Besucher gezählt. (21./22. Oktober)

Neue Psychiatrie
Nach rund 18monatiger Bauzeit wird die neue psychiatrische Abteilung des Mutterhauses eröffnet. In der modernen Klinik können psychisch kranke Menschen unter räumlich deutlich verbesserten Bedingungen behandelt werden. Außerdem wurde die Kinder- und Jugendpsychiatrie erweitert. Insgesamt wurden 15 Millionen Euro investiert. (23. Oktober)

Große Chancen in Fernost
Trier und die südchinesische Stadt Xiamen beabsichtigen die Gründung einer Partnerschaft. Während des Besuchs einer Trierer Delegation in der 2,3 Millionen Einwohner zählenden Hafenstadt unterzeichnen OB Helmut Schröer und Vizebürgermeister Zhang Canzhou eine entsprechende Absichtserklärung. Xiamen liegt in einer Sonderwirtschaftszone der Volksrepublik und hat in den letzten Jahrzehnten nicht zuletzt durch die Ansiedlung großer ausländischer Industriebetriebe einen schnellen Aufschwung erlebt. (28. Oktober)

November

Turnhalle auf Stelzen
Die neue gemeinsame Mehrzweckhalle des Max-Planck- und des Auguste-Viktoria-Gymnasiums wird eingeweiht. Der Stelzenbau dient zugleich als Überdachung des Schulhofs. Stadt und Land investieren rund 2,9 Millionen Euro. Ein Name für das Gebäude wird noch gesucht. (3. November)

Blick hinter die Kulissen
Viele Bürger informieren sich beim Tag der offenen Tür über die Arbeit im Rathaus und lernen die Amtsstuben aus einer ungewohnten Perspektive kennen. (4. November)

Letzter Stadtteilrahmenplan
Während einer dreitägigen Zukunftskonferenz formulieren 60 Bürger eine Fülle von Ideen und Vorschlägen für die künftige Entwicklung der Altstadt und des Gartenfelds. Trier-Mitte/Gartenfeld ist damit der letzte der 19 Trierer Stadtteile, in dem das Verfahren zur Erstellung eines Stadtteilrahmenplans gestartet wird. (10. bis 12. November)

Verleihung Ramboux-Preis M.FreitagRamboux-Preis
Der 72jährige Maler und Grafiker Manfred Freitag wird von Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink für sein Lebenswerk mit dem Ramboux-Preis der Stadt Trier ausgezeichnet. Der gebürtige Berliner ist Trier seit seinem Studium an der Werkkunstschule eng verbunden. In seinen charakteristischen „Materialbildern“ bringt Freitag unter Verwendung von Alltagsgegenständen „nicht zusammengehörende Dinge zum Dialog“. (24. November)

Doppik statt Kameralistik
Der Stadtrat beschließt die Einführung der kommunalen Doppik zum 1. Januar 2009. Die Haushaltsführung nach den Grundsätzen der doppelten Buchführung soll das bisher praktizierte kamerale Rechnungswesen ablösen. Die Vorbereitungen für die aufwändige Umstellung laufen in Trier wie in allen anderen rheinland-pfälzischen Kommunen schon seit Monaten. (28. November)

Dezember

Nell-Breuning-Preis nach Rom
Der päpstliche Rat „Cor Unum“, repräsentiert durch seinen seit 1995 amtierenden deutschen Präsidenten, Erzbischof Paul Josef Cordes (Foto), erhält den Oswald von Nell-BreuningPreis 2007 der Stadt Trier. Die Jury würdigt „Cor Unum“ als eine „Institution, die sich im Geiste Nell-Breunings überzeugend für die engen Verbindungen von Katholischer Soziallehre und kirchlicher Caritas einsetzt“. Der Preis soll im März 2007 an Cordes überreicht werden. (4. Dezember)

Ehrung für Ehrenämtler
Alfred Schilz von der Aids-Hilfe, Magda Weber, Vorsitzende des Vereins Baby- und Krabbelstube Trier-Nord, und die Arbeitsgemeinschaft Frieden werden für ehrenamtliches Engagement von OB Helmut Schröer mit dem Bürgerpreis der Stadt Trier ausgezeichnet. (6. Dezember)

Schüleraustausch
Über 100 Schüler und Lehrer aus Trier, Herzogenbusch, Metz, Ascoli Piceno und Krakau konzipieren im Rahmen eines einwöchigen Workshops in Trier ein Europäisches Zentrum für Schüleraustausch. (8. Dezember)

Blauer Hirsch vor der Porta 12/06Allgegenwärtiger Hirsch
Mit einem rauschenden Fest wird in Luxemburg-Stadt die Europäische Kulturhauptstadt 2007 „Luxemburg und Großregion“ eröffnet. Trier wird sich an dem erstmals grenzüberschreitend angelegten, einjährigen Festival mit rund 50 Projekten beteiligen, darunter die Ausstellung „Konstantin der Große“. Schon vor der Eröffnung war der blaue Hirsch, das Wahrzeichen der Kulturhauptstadt, vor der Porta Nigra platziert worden. Sieben weitere Standorte für den tierischen Kulturbotschafter sind geplant. (9. Dezember)