Preisträger 2015: Heiner Geißler

Heiner Geißler
Heiner Geißler

Lebensdaten

3. März 1930
geboren in Oberndorf (Neckar)

1949
Abitur am Jesuitenkolleg in St. Blasien

1949-1957
Studium der Philosophie und der Rechtswissenschaften in München und Tübingen

1960
Promotion zum Dr. jur. an der Universität Tübingen

1961-1965
Vorsitzender der Jungen Union Baden-Württemberg

1962
Richter am Amtsgericht Stuttgart

1965-1967
Mitglied des Deutschen Bundestages

1967-1977
Minister für Soziales, Jugend, Gesundheit und Sport des Landes Rheinland-Pfalz

1971-1979
Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz

1974-1977
Mitglied des Bundesvorstandes der CDA und Vorsitzender des Bundesfachausschusses Sozialpolitik der CDU

1977-1989
Generalsekretär der CDU

1980-2002
Mitglied des Deutsches Bundestages

1982-1985
Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit

1986-1993
Vizepräsident der Christlich-Demokratischen Internationale

1989-2000
Mitglied des Bundesvorstandes der CDU

Schwerpunkte der politischen Tätigkeit

Als Sozialminister in Rheinland-Pfalz: Krankenhausreform, Gesetze zur Sportförderung, Gründung von sozialstationen, Kindergartengesetze

Als Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit: Neuregelung des Anerkennungsverfahrens für Kriegsdienstverweigerer, Reform des Zivildienstes, Einführung eines Erziehungs- und Urlaubsgeldes, Anrechnung der Erziehungsjahre bei der Rentenversicherung

Während seiner Zeit als CDU-Generalsekretär zahlreiche, zum Teil in der eigenen Partei umstrittene Reformkonzepte u.a. zur Deutschland-, Familien- und Sozialpolitik sowie zu Fragen der Sicherheits- und Außenpolitik. Frühe Entwürfe über eine „Multikulturelle Gesellschaft“, Thesen zur Asylpolitik, Warnung vor einem aufkeimenden Nationalismus und vor den Auswüchsen neoliberaler Wirtschaftspolitik.

Unbequemer Querdenker, Mahner und Autor zahlreicher Veröffentlichungen, intensive Medienpräsenz, gefragter Redner und Teilnehmer in Diskussions- und Talkrunden.

Vielfach als Schlichter tätig, u.a. Deutsche Telekom, Lokführerstreik, Bahnprojekt „Stuttgart 21“.


Quelle: Geschichte der CDU, Heiner Geißler, Konrad Adenauer-Stiftung

Downloads