27.03.2018

Der Gipfel gehört den Kindern

Auf der Spitze des Erdhügels auf dem neuen Filscher Spielplatz steht ein geschwungenes Spielhaus aus Holz.
Auf der Spitze des Erdhügels auf dem neuen Filscher Spielplatz steht ein geschwungenes Spielhaus aus Holz. Es bietet einen Ausblick auf das angrenzende Neubaugebiet und den neuen Naherholungsbereich mit einem Grünstreifen.

In den Höhenstadtteilen Tarforst, Irsch, Filsch und Kernscheid haben die Kinder überwiegend sehr gute Spielbedingungen. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass relativ viele Familien im eigenen Haus mit Garten wohnen. Zudem gibt es nach den Ergebnissen der vierten Runde der Kinderstadtpläne in den Neubaugebieten relativ viele öffentliche Grünflächen und Spielplätze. Von einer Attraktion profitieren besonders viele Kinder.

Der Spielplatz in der Filscher Straße „Auf Ewes" gegenüber der künftigen Kita zeichnet sich durch seine exponierte Lage mit einem angeschütteten Erdhügel besonders aus. Auf dem Gipfel steht ein hölzernes Spielhaus. Die Befragung in Filsch als Grundlage des Kinderstadtplans ergab insgesamt, dass auch bei der Freizeitgestaltung der Kinder der Stadtteil immer stärker mit dem Nachbarbezirk Tarforst zusammenwächst. Ursache sind die ineinander übergehenden Neubaugebiete, in denen viele junge Familien leben. Die Kinder wohnen zwar in Filsch, nutzen aber immer wieder auch die Spielmöglichkeiten am Olbeschgraben und dem Trimmelter Hof, die zum benachbarten Tarforst gehören. Die L144 trennt den Filscher Teil des Neubaugebiets vom alten Ortskern. Dort gibt es trotz einer teilweise engen Bebauung genug Raum zum Spielen.

Großzügig geplante Freiflächen

Nach ihrer Aussage profitieren die für die Untersuchung befragten Kinder in Tarforst von den großzügigen Wiesen in den Neubaugebieten. Einzige stark befahrene Verkehrsachse im Stadtteil ist die Kohlenstraße, an die aber keine Wohnbebauung direkt angrenzt. Somit halten sich die Gefahren für Kinder eher in Grenzen. Aus der Untersuchung, die Corinna Siefert als Sprecherin der AG Spielraum am vergangenen Dienstag im Jugendhilfeausschuss vorstellte, geht außerdem hervor, dass es im alten Tarforster Ortskern (Bereich An der Pferdsweide/Tarforster Straße) noch Lücken bei den Spielplätzen für kleinere Kinder gibt.

Räumlich getrennte Siedlungsbereiche gibt es auch im Stadtteil Irsch. Neben dem historischen Ortskern rund um die Burg sind mehrere Baugebiete entstanden, die teilweise bis ins Olewiger Tal hinunterreichen. Handlungsbedarf ergibt sich nach dem Kinderstadtplan in der Mühlenstraße. Dort wurden unter anderem Lücken bei Spielangeboten für kleinere Kinder festgestellt. Zudem wird gefordert, den Spielplatz Lärchenweg im Ortskern auszubauen

Jugendtreff an der Haltestelle

Im Stadtteil Kernscheid, der sich seinen dörflichen Charakter in großen Teilen bewahrt hat, wachsen die Kinder weitgehend unbehelligt von gefährlichem Durchgangsverkehr auf. Für sportliche Aktivitäten gibt es einen Bolzplatz. Zudem nutzen viele Kinder den Kunstrasenplatz in Irsch. Der Spielplatz in der Jakob-Kneip- Straße wurde sukzessive mit Unterstützung des Ortsbeirats erneuert und ist bei den Kindern sehr beliebt. Die Jugendlichen treffen sich vor allem an der früheren Bushaltestelle Auf der Redoute.

Die Kinderstadtpläne werden von einer AG koordiniert und zusammengefasst und liefern immer wieder wertvolle Hinweise zur Planung und Instandsetzung von Spielplätzen. Künftig werden die Ergebnisse verstärkt im Bauausschuss präsentiert.