18.09.2018

Bezahlbar für den Mittelstand

Symbolischer Spatenstich für den Neubaukomplex in Trier-Süd
Ministerpräsidentin Malu Dreyer (2. v. r.) und Bürgermeisterin Elvira Garbes (4. v. l.) beim symbolischen Spatenstich mit Vertretern des Projektentwicklers Immprinzip, der Sparkasse Trier, der Förderbank ISB und der Stadtwerke, die am Energiekonzept des Neubaukomplexes in Trier-Süd mitwirken.

Mit Darlehen über 3,4 Millionen Euro und Tilgungszuschüssen von knapp 0,8 Millionen Euro fördert das Land über die Investitions- und Strukturbank (ISB) den Bau eines Gebäudekomplexes der Immprinzip GmbH & Co. KG im sozialen Wohnungsbau. An der Ecke Hohenzollern-/Franz-Altmeier-Straße entstehen bis Ende 2019 in direkter Nachbarschaft zum Finanzamt 34 Wohnungen. Zum symbolischen Baustart hatten sich prominente Gäste angesagt.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte im Beisein von Sozialdezernentin Elvira Garbes die Förderzusage an Dr. Martin Koch und Jan Eitel, Geschäftsführer und Gesellschafter des Projektentwicklers und Bauunternehmens Immprinzip GmbH & Co. KG. Dreyer betonte: „Wohnen ist ein Grundbedürfnis und ein soziales Gut, das für Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen von elementarer Bedeutung ist. Nur durch das Zusammenwirken von Bund, Ländern, Kommunen und Investoren können wir eine der aktuell drängendsten Aufgaben meistern."

Die Ministerpräsidentin unterstrich die Notwendigkeit der sozialen Wohnraumförderung, die entscheidend dazu beitrage, das Angebot an bezahlbaren Immobilien zu erweitern. Dies dürfe nicht dem Markt überlassen werden. Sie lobte den in Trier-Süd praktizierten Ansatz als beispielhaft, trotz günstiger Mieten keine Abstriche bei der Gebäudequalität zu machen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, war nach Aussage von Eitel eine dreijährige Vorbereitung und eine engeAbstimmung mit den Handwerkern erforderlich.

Allein in Trier hat die ISB in diesem Jahr schon 196 Wohneinheiten mit einem Fördervolumen von 17,1 Millionen Euro zugesagt. Bürgermeisterin Garbes ergänzte bei der Übergabe der Bescheide: „In keine Region in Rheinland-Pfalz sind letztes Jahr so viele Fördermittel geflossen wie nach Trier. Das ist natürlich – und hier gilt mein besonderer Dank dem Land – auf die sehr guten Bedingungen zurückzuführen. Es ist uns besonders wichtig, dass wir auch für Menschen mit mittleren Einkommen geförderte Wohnungen zur Verfügung stellen. Bei dem Neubau in Trier-Süd profitieren außerdem viele von ihnen künftig von den kurzen Wegen zur Arbeit."

Die Bürgermeisterin mahnte aber auch an, sich nicht auf den guten Zahlen auszuruhen, sondern die Konzepte für den Wohnungsbau weiterzuentwickeln. Eitel sieht vor allen Handlungsbedarf bei der Entbürokratisierung der Genehmigungen. Größte Hürde für die dringend benötigten neuen Wohnungen sei aber das kaum vorhandene oder sehr teure Bauland. Dreyer sprach sich für die Auswei- sung neuer Baugebiete sowie die Nachverdichtung in Ballungsräumen aus und ergänzte: „In diesen Fällen ist auch das Verständnis der Nachbarn gefordert."

Nach Angaben von Eitel gelten für die neuen Wohnungen in Trier-Süd Netto-Kaltmieten von sechs und sieben Euro mit langfristigen Preisbindungen. „Wir freuen uns sehr, dass wir so kurz nach der Fertigstellung und dem Bezug unserer Häuser in Feyen heute den Spatenstich für die nächsten beiden Gebäude vornehmen können", betonte er.