04.10.2018 | Mäusheckerweg

Abriss der alten Halle hat begonnen

Mit einem Joystick wird der Abrissroboter bedient, der die Halle am Mäusheckerweg langsam zerlegt.
Mit einem Joystick wird der Abrissroboter bedient, der die Halle am Mäusheckerweg langsam zerlegt.

Bis Mitte 2020 soll am Mäusheckerweg eine komplett neue Sporthalle für das Schulzentrum und Trierer Vereine entstehen. Der Abriss der alten Halle hat begonnen, schon in wenigen Wochen wird von dem alten Bau nichts mehr zu sehen sein.

Es knirscht und kracht ein bisschen, dann hat Robi das zwei Meter lange Metallteil in seinem Greifer und legt es links neben sich auf einen Stapel mit anderen Metallenteilen. Der ferngesteuerte kleine Roboter der Firma MTB aus Mehren in der Eifel reißt gerade das ehemalige Kassenhäuschen der Sporthalle am Mäusheckerweg ab. 900 Kilo schwer, aber dennoch ziemlich kompakt und wendig ist der kleine Bagger, der mit Sortiergreifer, Betonschere und Stemmhammer der Mäusheckerweghalle im Inneren zu Leibe rückt.

Der Turnhallenboden ist noch drin, die ehemaligen Tribünensitze sind aber schon großenteils verschwunden, nur noch Metallstreben sind dort zu sehen. In der Außenwand der Halle klafft ein riesiges Loch, durch das in den nächsten Tagen ein größerer Bagger seinen Weg ins Innere der Halle finden wird. Ende Oktober soll die Halle nur noch eine leere Hülle sein. „Rohbauniveau“, nennen das die Fachleute. Dann wird zunächst der eingeschossige Seitenflügel auf Höhe des ehemaligen Haupteingangs der Halle abgerissen.

Schließlich geht es an die 16 mächtigen Stahlbeton-Träger, die das Dach der Halle getragen haben. Jeder wiegt 34 Tonnen, also so viel wie 34 kleine PKWs. Die Träger werden auf der einen Hallenseite niedergelegt und dann Stück für Stück zerschnitten und mit Lastwagen abtransportiert. Geschreddert wird der Stahlbeton nicht in Trier, sondern auf einem Gelände der Abrissfirma – der damit verbundene Abrisslärm bleibt dem nahen Schulzentrum also erspart.

Baudezernent Andreas Ludwig und Projektleiterin Katja Jaskulski freuen sich bei einem Vor-Ort-Termin über gute Nachrichten von Dirk Umbach, dem Geschäftsführer der Abrissfirma: „Wir haben bisher nur sehr wenige Schadstoffe gefunden“, berichtet Umbach. Damit stehen die Chancen gut, dass der ambitionierte Zeitplan eingehalten wird. Ende November soll die alte Halle komplett verschwunden sein. Dann wird der Kampfmittelräumdienst das Gelände sondieren. Noch vor Weihnachten soll der Spatenstich für die Tiefbauarbeiten erfolgen. Für den Februar 2019 ist der Beginn der Rohbauarbeiten vorgesehen, der im Juli fertig werden soll. Im November 2019 soll das Gebäude weitgehend fertig sein, „Gebäude dicht“, sagen die Fachleute. Im Juni 2020 soll die Halle wieder nutzbar sein.

Nötig wird der Abriss, weil eine Sanierung der Halle im Vergleich zu einem Neubau zu teuer würde. Im September 2014 waren schwerwiegende Schäden an der Deckenkonstruktion entdeckt worden. Seitdem ist die Halle gesperrt, die Schulen und die Vereine müssen auf andere Hallen ausweichen. Der Neubau soll insgesamt 10,25 Millionen Euro kosten.

Der Neubau in Zahlen:

  • Abmessung Halle: 58 m x 52 m
  • Bruttogrundflache: 4059 m2
  • Spielfeldgröße: 1290 m2
  • Nutzungsfläche: 2534 m2
  • Sitzplätze auf festen Tribünen: 204
  • Sitzplatze auf mobilen Tribünen: 336
  • maximale Personenanzahl: 1150 Personen
 
Bildergalerie
  • Die Presse lässt sich beim Vor-Ort-Termin erklären, wie der Abriss vonstatten geht.
  • Auch der Tribüne rückt Abrissroboter 'Robi' zu Leibe.
  • In der Außenmauer der Halle klafft bereits ein Loch.