Zeittafel 485 bis 1303

um 485
Nach einem halben Jahrhundert wechselnder Kämpfe und Zerstörung werden die Franken endgültig Herren des Trierer Landes. Die Trierer Kirche bewahrt das antike Erbe

um 640
Errichtung eines Nonnenklosters (St. Irminen) in den Ruinen der „Horrea“, der alten Getreidespeicher am Moselufer

721
St. Bonifatius, der Apostel der Deutschen, zu Besuch in Trier-Pfalzel

um 800
Kirchliche Neuordnung unter Karl dem Großen
Trier wird Metropolitanbistum über Metz, Toul und Verdun (bis 1789).

821
Kaiser Ludwig der Fromme in Trier

843
Vertrag von Verdun, Trier fällt an das fränkische Mittelreich Lotharingien

870
Trier fällt an das Ostfränkische Reich (Vertrag von Meersen)

882
Katastrophale Brandschatzung Triers durch die Normannen, Zerstörung antiker Siedlungsstrukturen

902
Königliche Übertragung des Markt- und Münzrechts sowie der Grafenrechte auf den Erzbischof von Trier. Die Grundlage eines zusammenhängenden politischen Trierer Territoriums, des späteren Kurstaats, wird geschaffen.

958
Erzbischof Heinrich I. lässt das Marktkreuz als Wahrzeichen des Marktrechts für die Trierer Bürger errichten (ältestes Marktkreuz in Deutschland).

um 1000
Erzbischof Ludolf umgibt die Domimmunität mit einer Mauer

1030
Der griechische Mönch und Eremit Simeon lässt sich in den Ostturm der Porta Nigra einschließen

ab 1035
Nach Simeons Tod und Heiligsprechung Umbau der Porta Nigra zu einer Doppelkirche und Gründung des Simeonstiftes

1088
Errichtung des St. Pauliner Marktkreuzes

ab 1102
Errichtung der mittelalterlichen Befestigung der Stadt

1147/48
Papst Eugen III. in Trier

1149
Trierer Stadtsiegel, ältestes Stadtsiegel Europas     

1149
Zollvertrag zwischen Trier und Köln (ältester Vertrag zwischen zwei deutschen Städten)                        

1131-1152
Erzbischof Albero begründet den Trierer Kurstaat

ab 1168
Trier als Stadtgemeinde unter der Leitung von Schöffen

1241
Älteste Apotheke Deutschlands (am Hauptmarkt) urkundlich erwähnt

1248
Fertigstellung der mittelalterlichen Stadtmauer. Ummauerte Stadtfläche (ca. 139 ha) nur noch halb so groß wie die der römischen Stadt

1303
Die Zünfte erreichen das Mitbestimmungsrecht in der Stadtverwaltung