06.08.2019

Treibende Kraft der Frauenhilfe

Elsbeth Müller feierte ihren „Hunderter“ in ihrer Ehranger Wohnung. Herzliche Glückwünsche und einen Strauß in den Stadtfarben überbrachten Beigeordneter Thomas Schmitt (r.) und Ortsvorsteher Berti Adams.
Elsbeth Meyer feierte ihren „Hunderter“ in ihrer Ehranger Wohnung. Herzliche Glückwünsche und einen Strauß in den Stadtfarben überbrachten Beigeordneter Thomas Schmitt (r.) und Ortsvorsteher Berti Adams.

Elsbeth Meyer beschenkt ihre Freunde und Verwandten gerne mit selbst kreierten, kunstvollen Stickereien und war jahrzehntelang die treibende Kraft der Frauenhilfe in der Evangelischen Kirchengemeinde Ehrang. Jetzt feierte sie bei guter Gesundheit ihren 100. Geburtstag. „Ich bin zufrieden so wie es ist, schließlich kann ich noch vieles selbst machen und koche mir jeden Tag mein Mittagessen. Ich möchte so lange wie möglich in meiner eigenen Wohnung bleiben", sagte die Jubilarin, zu deren Gratulanten auch Beigeordneter Thomas Schmitt und Ortsvorsteher Bertrand Adams zählten. Schmitt überbrachte zugleich die Glückwünsche von Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

In jungen Jahren hat Elsbeth Meyer als Serviererin im Hotelfach gearbeitet. „Ich mochte das, weil ich gern unter Leuten bin", erinnerte sie sich. Auch wenn es im Sommer manchmal sehr anstrengend war, den ganzen Tag schwere Tabletts auf die Terrasse zu tragen.

1975 zog Elsbeth Meyer mit ihrem zweiten Ehemann aus ihrer Heimatstadt Bochum nach Trier. Seitdem wohnt sie auf der Hinteren Heide im Stadtteil Ehrang. Sowohl ihr Mann als auch ihr einziger Sohn sind inzwischen verstorben. Dennoch hat sie weiterhin Familienanschluss: Ihre Vermieter wohnen im selben Haus und pflegen ein enges Verhältnis zu der Seniorin.

Obwohl sie fast ihr halbes Leben in Trier verbracht hat, fühlt sich Elsbeth Meyer immer noch als Bochumerin, hat zwischenzeitlich sogar damit geliebäugelt, wieder in ihre westfälische Heimat zurückzukehren. Doch die Frauen in der Evangelischen Gemeinde, für die sie viele Veranstaltungen und Reisen organisiert hat, wollten sie nicht ziehen lassen: „Das können Sie uns nicht antun, haben sie gesagt, Sie müssen hierbleiben."