Kinderrechte

Kinder mit Betreuerin an enem Tisch
Kinder haben das Recht, gehört zu werden: Planung eines neuen Spielplatzes.

Im November 1989 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Kinderrechtskonvention beschlossen, die anschließend in fast allen Mitgliedsstaaten, darunter auch in Deutschland, ratifiziert wurde.

Die Konvention besteht aus insgesamt 54 Artikeln, die sich in folgenden zehn Grundrechten zusammenfassen lassen:

  • das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung
  • das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit
  • das Recht auf Gesundheit
  • das Recht auf Bildung und Ausbildung
  • das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung
  • das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln
  • das Recht auf Privatsphäre und gewaltfreie Erziehung 
  • das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen und auf Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung
  • das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause
  • das Recht auf Betreuung bei Behinderung.
Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auch auf kommunaler Ebene ist Oberbürgermeister Klaus Jensen ein wichtiges Anliegen: „Kindern zu ihrem Recht zu verhelfen, bedeutet nichts anderes, als Kindern die bestmögliche Grundlage zu geben, sich zu starken, selbstbewussten Persönlichkeiten zu entwickeln. Zu Menschen, die ihr Potenzial entwickeln und es zum Wohle anderer einsetzen zu können.“

Sichtbar wird das Engagement der Stadt Trier unter anderem bei dem seit Jahren mit großem Erfolg veranstalteten „Zukunftsdiplom“ des Vereins Lokale Agenda 21 (Recht auf Bildung). Ein weiteres Beispiel sind die Kinderstadtpläne, die auf Befragungen von Kindern basieren. Sie werden für alle 19 Trierer Stadtteile erstellt, regelmäßig aktualisiert und den politischen Gremien vorgestellt. Außerdem werden Kinder in die Planungen für neue Spielplätze einbezogen (Recht, gehört zu werden, Recht auf Mitbestimmung).

Das triki-büro (Informationsbüro für Trierer Kinder und Familien) stärkt und unterstützt ganzjährig die Rechte von Familien und Kindern. Die triki-Reporter, ein eigenes Kinder-Reporterteam, sendet regelmäßig selbst produzierte Beiträge im Offenen Kanal Trier (Recht auf freie Meinungsäußerung in den Medien).

Laut einem Beschluss des Stadtrats von 2007 darf die Stadtverwaltung Trier keine Produkte verwenden oder kaufen, die aus Kinderarbeit unter ausbeuterischen Umständen stammen (Schutz vor Ausnutzung und Grausamkeit).

Um das Thema Kinderrechte in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, veranstaltet das Rathaus zusammen mit zahlreichen Kooperationspartnern seit 2008 anlässlich des Weltkindertags (20. September) ein Fest in der Innenstadt. Das Fest findet jeweils am Wochenende nach dem Weltkindertag statt.